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Chronologie


Die Dekaden

1920

1930

1940

1950

1960

1970

1980

1990

2000

2010

2015

       

1911

  • Felix Meiner 1911Gründung des Verlages am 1. April durch Dr. oec. publ. Felix Meiner (*25. März 1883) in Leipzig.
  • Grundstock ist die vom Verlag der Dürr´schen Buchhandlung übernommene, bereits 1868 von Julius Hermann von Kirchmann gegründete Philosophische Bibliothek (PhB), die aus rd. 130 Text- bzw. kleinen Erklärungsbänden besteht. Ferner werden vom Verlag Fritz Eckart mehrbändige Fichte-, Schelling- und Schleiermacher-Ausgaben erworben und fortgeführt.
  • Erste Pläne zu einer kritischen Hegel-Ausgabe unter der Herausgeberschaft von Georg Lasson. Die Zahl der vorgesehenen Bände wächst im Laufe der Zeit von 12 auf 15, 21, 24, 26, 29 und schließlich in der Ära Hoffmeister auf 35 (cf. 1952).
  • Platos "Theätet" erscheint in der Übersetzung von Otto Apelt.
  • Juristische Abteilung, z.B. Karl Binding "Die Normen und ihre Übertretung" und "Festschrift für Adolf Wach". Historische Abteilung, z.B. "Deutscher Geschichtskalender" (gegr. 1885, erloschen 1933). Mittelalterliche Geschichtswissenschaft, z.B. "Die Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit", deutsche Ausgabe der "Monumenta Germaniae Historica".

1912    

  • Gründung der Zeitschrift "Hegel-Archiv", hrsg. von Georg Lasson (erloschen 1916).

1913

Philosophische Bibliothek (Archiv)

  •  Nach dem Tod von Friedrich M. Schiele übernimmt Felix Meiner auch die Aufgaben des Herausgebers der Philosophischen Bibliothek.

1914 

  • "Feldausgaben" der Philosophischen Bibliothek (bis Kriegsende); fortgeführt als "Taschenausgaben" (insgesamt 69 Hefte).

  • Gründung der "Zeitschrift für Rechtsphilosophie in Lehre und Praxis", unter Mitwirkung von Bruno Bauch, Paul Natorp u.a. (erloschen 1933).

  • Felix Meiner wird zum Heeresdienst herangezogen.

    PhB Feldpostausgaben (Archiv)

1918 

  •     Übernahme von Hans Vaihingers "Philosophie des Als-Ob".

1919

  •     Gründung der Zeitschrift "Annalen der Philosophie unter besonderer Rücksicht auf die Probleme der Als-Ob-Betrachtung", hrsg. von Hans Vaihinger und Raymund Schmidt (cf. 1925).

  •     Gründung der Zeitschrift "Grundwissenschaft", hrsg. von Johannes Rehmke (erloschen 1937).

1920 

  •     Peter Wust "Die Auferstehung der Metaphysik".

 

1921

1922

  • Beginn der Ausgabe "Franz Brentano, Gesammelte philosophische Schriften", hrsg. von Oskar Kraus und Alfred Kastil (insgesamt 22 Bände).
  • Max Scheler "Die transzendentale und psychologische Methode".

1923

  • Abschluß der deutschen Plato-Ausgabe von Otto Apelt mit einem Index-Band (erste Gesamtübersetzung nach Schleiermacher).
  • Beginn der Sammlung "Die Wissenschaft der Gegenwart in Selbstdarstellungen" mit der Reihe "Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen", hrsg. von Raymund Schmidt.
  • Bis 1929 stellen in 30 Bänden über 200 bedeutende Gelehrte des In- und Auslands (Philosophen, Juristen, Theologen, Mediziner, Kunstwissenschaftler, Pädagogen u.a.) ihre wissenschaftliche Entwicklung dar, unter ihnen Albert Schweitzer (cf. 1929), Sigmund Freud und Benedetto Croce (cf. 1975).
  • Bruno Bauch "Wahrheit, Wert und Wirklichkeit" - K.W. Clauberg und Walter Dubislav "Wörterbuch der Philosophie" - Jonas Cohn "Theorie der Dialektik" - Ottmar Dittrich"Geschichte der Ethik", 4 Bde. bis 1932 - Fritz Mauthner "Wörterbuch der Philosophie"(2.A.) - Eugen Rolfes "Die Philosophie des Aristoteles".

1924

  • Felix Meiner richtet anläßlich des Internationalen Philosophenkongresses in Neapel eine repräsentative deutsche Buchausstellung aus und gibt den "Philosophischen Handkatalog" heraus. Er zeichnet ferner als Delegierter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels für die erste deutsche Auslandsbuchausstellung in Chicago verantwortlich.
  • Karl Vorländer "Immanuel Kant. Der Mann und das Werk" (2.A. 1978).

1925

  • Umbenennung der "Annalen ..." in "Annalen der Philosophie und philosophischen Kritik" (cf. 1930).
  • Gründung der Zeitschrift "Philosophie und Leben", hrsg. von August Messer (erloschen 1933).

1926

1927

Ernst Cassirer
  • Nach einer Anregung von Ernst Cassirer und auf Betreiben von Raymond Klibansky sowie nach vorbereitenden Gesprächen Felix Meiners mit 
    Ernst Hoffmann und Heinrich Rickert vom September stimmt die Heidelberger Akademie der Wissenschaften im Dezember dem Vorhaben einer kritischen Ausgabe "Nicolai de Cusa Opera Omnia" zu. Der mit der Philosophischen Bibliothek übernommene und weitergeführte Plan einer deutschen Ausgabe der Schriften von Nikolaus von Kues hatte dazu ebenfalls einen Anstoß gegeben. Die Edition, die sich "mit Rücksicht auf die Ungunst der Zeit" vorerst auf die philosophischen und staatstheoretischen Schriften beschränkt, soll bis zum Ende der dreißiger Jahre mit 14 Bänden abgeschlossen werden (cf. 1932).
  • Bertrand Russell "Die Analyse des Geistes".

1928

1929

  • Die "Selbstdarstellung" Albert Schweitzers (cf. 1923), die auf seinen ausdrücklichen Wunsch in der Reihe "Philosophie" erscheint und aus der 1932 seine Autobiographie "Aus meinem Leben und Denken" hervorgeht, erreicht als Sonderausgabe innerhalb weniger Monate eine Auflage von 25.000 Exemplaren (cf. 1959).
  • Johannes Rehmke "Philosophie als Grundwissenschaft" (2. A.) - Karl Vorländer "Karl Marx - Sein Leben und sein Werk".

1930

 

1931Signet des Felix Meiner Verlages 1931

1932

1933

  • Infolge stark rückläufigen Absatzes philosophischer Literatur verstärkter Ausbau der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung, z.B. "Schriften zur Volkswirtschaftslehre", "Praxis der Versicherungswirtschaft", "Veröffentlichungen der Schmalenbach-Gesellschaft" u.a.

1934

  • Von der unter der Schirmherrschaft des römischen Dominikanerinstituts Sancta Sabina stehenden Ausgabe der "Magistri Eckardi opera latina" erscheint das von dem Initiator der Edition Raymond Klibansky herausgegebene Heft I "Super oratione dominica".

1935

  • Arnold Gehlen "Der Staat und die Philosophie" - Albert Grote "Die Funktion der Copula" - Theodor Litt "Philosophie und Zeitgeist" - Rudolf Metz "Die philosophischen Strömungen der Gegenwart in Großbritannien".

1936

Nikolaus von Kues
  • Die "Quaestiones parisienses" (Magistri Eckardi opera latina, Heft XIII), hrsg. von Antonius Dondaine, erscheinen als das letzte Heft dieser Ausgabe (insges. 3 Hefte), die aus politischen Gründen an einen Schweizer Verlag abgegeben werden muß. Gleichzeitig wird eine weitere Eckard-Ausgabe mit Unterstützung durch die "Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft" in einem anderen Verlag begonnen.
  • Heft 1 der "Schriften des Nikolaus von Kues in deutscher Übersetzung" (Der Laie über die Wahrheit) erscheint. Bis 1999 liegen 22 Hefte vor.
  • Alois Wenzl "Wissenschaft und Weltanschauung".
  • Zwangsweise Abgabe der Zeitschrift "Erkenntnis" an einen holländischen Verlag (cf. 1975).

1943

  • Vollständige Zerstörung des Verlages durch Bombenangriff auf Leipzig am 3./4. Dezember.

 

1944

  • Johannes Hoffmeister "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" (cf. 1998).

1947

  • Verlagslizenz durch die sowjetische Militärregierung am 8. Februar.

1948

  • Richard MeinerRichard Meiner (*8. April 1918) erhält in Hamburg die Lizenz für den Richard Meiner Verlag, der sich in enger Zusammenarbeit mit dem Felix Meiner Verlag in den folgenden Jahren neben der Philosophie hauptsächlich den Fachgebieten Psychologie, Literaturwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und dem Werk Albert Schweitzers widmet.
  • Gründung der "Neue(n) Philosophische(n) Bibliothek" in Hamburg mit Band 1: Maurice Joly "Gespräche in der Unterwelt zwischen Machiavelli und Montesquieu", übersetzt von Hans Leisegang.
  • Auslieferung eines für den Wiederaufbau des Verlages wesentlichen Lehrbuches "Lehner, Der Straßenbahnfahrmeister", das in großer Stückzahl an Verkehrsbetriebe in Hamburg und Hannover geliefert wird.

1949

  • Der erste Band von Karl Vorländer "Geschichte der Philosophie" erscheint in neuer Bearbeitung von Erwin Metzke.
  • Erste Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse.

1951

  • Politische und wirtschaftliche Gründe zwingen Felix Meiner zur Flucht aus Leipzig (Druckgenehmigungen werden verweigert, erlittene Kriegsschäden müssen als Einkommen versteuert werden).
  • Neugründung des Felix Meiner Verlages in Hamburg am 1. Oktober.
  • 18 lieferbare Bände in der "Philosophischen Bibliothek".

 

1952

  • Liquidation des Leipziger Verlages.
  • Ankündigung der "Neue(n) Kritische(n) Hegel-Ausgabe in 32 Bänden", (1955 erweitert auf 35 Bände), hrsg. von Johannes Hoffmeister, die jetzt im ganzen chronologisch aufgebaut und durch Einbeziehung von Briefwechsel, Schul- und Universitätsakten sowie Lebensdokumenten erweitert werden soll. Beabsichtigt ist, nicht nur differierende Auflagen der Druckwerke zu berücksichtigen, sondern auch die großen Vorlesungen Hegels in ihrer Entwicklung zu dokumentieren. (cf. 1932).
  • Erster Band der "Briefe von und an Hegel" (abgeschlossen 1960; 4 Bde.).

1953

  • Felix Meiner erhält die Ehrendoktorwürde (Dr. phil.) der Universität Hamburg und das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Zu seinem siebzigsten Geburtstag schreibt DIE ZEIT (Nr. 12) am 19. März: "Welche praktische Bedeutung das Lebenswerk eines tätigen Menschen hat, erkennt man am besten, wenn man es sich einmal — hypothetisch natürlich nur — wegdenkt. Denkt man sich etwa, Felix Meiner hätte nicht Im Jahre 1911 in Leipzig einen Verlag gegründet, so wäre es um die Möglichkeiten philosophischen Studiums in Deutschland sehr schlecht bestellt. Denn was fingen Professoren, Studenten und Freunde der Philosophie ohne die klassischen Texte der "Philosophischen Bibliothek" an, ohne die mustergültigen, einzeln käuflichen Bände der Gesamtausgaben von Kant, von Hegel, von Plato in Otto Apelts, von Plotin in Richard Harders Übersetzung ohne die Auswahlausgaben von Aristoteles, Descartes, Spinoza, Leibniz, Fichte und so vieler anderer Denker? Dies alles einzurichten, über zwei Kriege und Nachkriegszeiten durchzustehen und dabei immer die Person hinter die große Sache zurückzustellen, immer das Wirtschaftliche in das Geistige einzuordnen, nicht umgekehrt — das erforderte ein ganz ungewöhnliches Maß von reiner Vernunft, von praktischer Vernunft und von Urteilskraft. Felix Meiner hat nie für sich selbst das Licht der Publizität gesucht. In stiller, zäher Arbeit hat er die schweren Rückschläge — Bombenangriffe 1943—1945, dann sowjetisches Regime bis 1950 — wieder aufgefangen und die zwei großen Unternehmungen der letzten Jahre weitergeführt: die neue kritische Hegel Ausgabe und die erste Gesamtausgabe der Werke des Nicolaus Cusanus. Ihm dankt an seinem siebzigsten Geburtstag (23. März) jeder, den an dem Überleben philosophischen Geistes gelegen ist."

1954

  • Verleihung des Friedensnobelpreises an den Freund und Autor Albert Schweitzer in Oslo.

1955

Hegel Gesammelte Werke

1956

  • Neuausgabe von "Plotins Schriften", 12 Bände, griech.-deutsch. Bd. I hrsg. von Richard Harder, fortgeführt ab Bd. II von Rudolf Beutler und Willy Theiler (abgeschlossen 1971; cf. 1930).

1957

  • Herbert W. Schneider "Geschichte der amerikanischen Philosophie".
  • Erneuerung des Doktorgrades für Felix Meiner durch die Staatswirtschaftliche Fakultät der Universität München.

1958

1959

Felix Meiner und Albert Schweitzer


  • Letzter Besuch Albert Schweitzers in Hamburg. 100.000 Exemplare der "Volksausgabe" von "Aus meinem Leben und Denken" verkauft.

  • Mit Erscheinen von "Nicolai de Cusa Opera Omnia" Vol. II "De pace fidei" dokumentiert sich der Neubeginn der durch Emigration unterbrochenen Zusammenarbeit mit Raymond Klibansky und die Fortführung der Ausgabe.
  • Gotthard Günther "Idee und Grundriß einer nicht-Aristotelischen Logik".

1960

 

1964

  • Richard Meiner übernimmt die Verlagsleitung. Zusammenlegung der Verlage Richard und Felix Meiner.

    Felix Meiner

1965

  • Felix Meiner stirbt am 26. Juli in seinem dreiundachtzigsten Lebensjahr.

1968

  • 100 Jahre Philosophische Bibliothek am 1. Oktober. Festansprache von Carl Friedrich von Weizsäcker über "Die Rolle der Tradition in der Philosophie".
  • 116 lieferbare Bände in der Philosophischen Bibliothek.
  • Erster Band der historisch-kritischen Ausgabe von "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke" (Bd. 4 "Jenaer-Kritische Schriften", hrsg. von Hartmut Buchner und Otto Pöggeler), die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft herausgegeben wird (cf. 1972). Geplant ist, in der ersten Abteilung der jetzt auf rd. 40 Bände veranschlagten Gesamtausgabe die von Hegel selbst publizierten Texte sowie Arbeiten und Fragmente vorzulegen, die nur im Manuskript überliefert sind. Die zweite Abteilung soll Hegels große Vorlesungen nach den Nachschriften, die dritte Briefe und Aktenstücke bringen.
  • Besuch des Jahreskongresses der American Philosophical Association in den USA; seitdem jährliche Beteiligung.

1969

1970

  • Beginn der Ausgabe "Leonard Nelson, Gesammelte Schriften in neun Bänden", hrsg. von Paul Bernays u.a. (abgeschlossen 1977).
  • Erweiterung der "Opera Omnia" des Nikolaus von Kues um die Predigten (Sermones), die in 4 Bänden zu jeweils mehreren Faszikeln vorgelegt werden sollen. Es erscheinen die "Sermones I, 1-4" (h XVI/1).
  • Aufnahme enger Beziehungen zu japanischen Universitäten, Bibliotheken und Buchhandlungen durch regelmäßige Besuchsreisen.

 

1971

1972

1975

  • Neugründung der Zeitschrift "Erkenntnis - an international Journal of analytical Philosophy", hrsg. von Carl G. Hempel, Wolfgang Stegmüller und Wilhelm K. Essler im Gemeinschaftsverlag mit D. Reidel, Dordrecht, später Kluwer Academic Publishers.
  • Wiederaufnahme der "Selbstdarstellungen" mit "Philosophie in Selbstdarstellungen" (bisher 3 Bde.) und "Pädagogik in Selbstdarstellungen" (4 Bde.), hrsg. von Ludwig J. Pongratz (cf. 1923).

1976

Acta Cusana

1979

1980

  • Die philosophischen Schriften von Gotthard Günther (Autor des Verlages seit 1933) liegen vor (5 Bde.).
  • Beginn der Vorarbeiten an "Pragmatik - Handbuch pragmatischen Denkens", hrsg. von Herbert Stachowiak (cf. 1994).

 

1981

1982

1983

  • Richard MeinerFestschrift für Richard Meiner zum 65. Geburtstag "Ceterum censeo... Bemerkungen zu Aufgabe und Tätigkeit eines wissenschaftlichen Verlegers".
  • Gründung des "Corpus philosophorum Teutonicorum Medii Aevi", unter der Mitwirkung zahlreicher Gelehrter des In- und Auslandes herausgegeben von Kurt Flasch und Loris Sturlese, ausgelöst durch die Edition der Werke des Dietrich von Freiberg (cf. 1976). In 32 Bänden sollen mit der Edition der Schriften von Ulrich von Straßburg, Dietrich von Freiberg, Johannes Picardi von Lichtenberg, Heinrich von Lübeck, Nikolaus von Straßburg und Berthold von Moosburg die Anfänge der Philosophie in Deutschland zwischen 1250 und 1350 dokumentiert werden.
  • Gründung der Reihe "G.W.F. Hegel, Vorlesungen - Ausgewählte Nachschriften und Manuskripte", hrsg. von den Mitarbeitern des Hegel-Archivs, Bochum. Vorgesehen sind zunächst 10 Bände mit exemplarischen Nachschriften und bedeutsamen Manuskriptfragmenten, die - mit Hilfe kritischer Editionsverfahren präsentiert - einzelne Entwicklungsstadien der Hegelschen Vorlesungen deutlich werden lassen. Die Ausgaben sollen dazu beitragen, eine historisch-kritische Edition des ganzen Vorlesungskorpus im Rahmen der "Gesammelten Werke" zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen.
  • Übernahme der Reihe "Studien zum Achtzehnten Jahrhundert", hrsg. von der "Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts".

1984

  • Erste Vorklärungen zu einer historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke Franz Brentanos.
  • Mit "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke", Bd. 21, hrsg. von Friedrich Hogemann und Walter Jaeschke, liegt die Ausgabe der "Wissenschaft der Logik" in 3 Bänden vollständig vor. Von der historisch-kritischen Ausgabe der Werke Hegels sind damit insgesamt 8 Bde. lieferbar.
  • Anläßlich einer Besuchsreise von Manfred Meiner Gespräche mit Mitgliedern der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften in Peking, wo an einer Übersetzung von "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke" gearbeitet wird. Pläne zu einer Textsammlung klassischer chinesischer Philosophie (cf. 1996).

1985Jacobi, Friedrich Heinrich | Werke

1986

1987

1988

1989

  • Richard Meiner erhält das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
  • Im September wird die neue Umschlaggestaltung der Philosophischen Bibliothek mit der Auslieferung von sechs Neuerscheinungen vorgestellt. Den Entwurf lieferte der Graphiker Jens Peter Mardersteig, der gleichzeitig ein neues Verlagssignet entwarf.

1990

Verlagsgebäude

 

1991

1992

Helmut Buske Verlag
  • Zum 1. Januar werden alle Geschäftsanteile an der Helmut Buske Verlag GmbH, Hamburg erworben. Die Geschäftsführung dieses sprachwissenschaftlich orientierten und auf Lehr- und Wörterbücher zu fremden Sprachen (von Albanisch bis Vietnamesisch) spezialisierten Verlages übernimmt Manfred Meiner.
  • Edmund Husserl "Gesammelte Schriften" in 8 Bänden und mit einem Zusatzband "Husserls Werk", herausgegeben von Elisabeth Ströker

1993

Rainer A. Bast Die Philosophische Bibliothek
  • Anläßlich des 125-jährigen Bestehens der Philosophischen Bibliothek erscheint die Bibliographie von Rainer A. Bast (cf. 1991) in einer Sonderausgabe - Stiftung aller lieferbaren Bände der Reihe an die Leipziger Universitätsbibliothek.
  • Ausstellung "125 Jahre Philosophische Bibliothek" in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf (18.10. bis 4.12.)
  • Jubiläumsausgaben von "Kant, Die Drei Kritiken", "Platon, Sämtliche Dialoge", "Seneca, Philosophische Schriften".
  • Beginn der Ausgabe "Dante Alighieri: Philosophische Werke", hrsg. unter Leitung von Ruedi Imbach (4 Bände in 7 Teilen).

1994

1995Cassirer, Ernst | Nachgelassene Manuskripte und Texte

1996

1997

1998

1999

2000

  • Gründung der Reihe Topos Poietikos, die Arbeiten auf der "imaginären" Grenzlinie zwischen Philosophie und Literatur- bzw. Sprachwissenschaft zu ihrem Gegenstand machen wird.
  • Mit Erscheinen der vierten Lieferung (Register) liegt der erste Teilband der "Acta Cusana" (cf. 1976) vollständig vor.
  • Die "Hamburger Ausgabe" der Werke von Ernst Cassirer (cf. 1998) kommt zügig voran; es erscheinen die Bände 4, 5 und 6.
  • Manfred Meiner wird in den Beirat der Deutschen Bibliothek berufen.
  • Im November öffnet die Galerie MF Meiner mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Malerei in dem für Ausstellungszwecke umgebauten Hofgebäude auf dem Grundstück des Verlages ihre Pforten.

 

2001

2002

  • Ehrung mit der "Programmprämie für Verlage" der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.
  • Die "Hamburger Ausgabe" der Werke von Ernst Cassirer ist zur Hälfte fertiggestellt und feiert "Bergfest" mit einem Festakt im Warburg-Haus. Es erscheinen die Bände 12,13 und 14 sowie eine CD-ROM mit dem Textbestand der Bände 1-13.
  • Die "Enzyklopädie Philosophie" gibt es nun auch in elektronischer Form auf CD-ROM. (cf. 1999)
  • Eine kompakte zweisprachige Ausgabe "Nikolaus von Kues: Philosophisch-theologische Werke" erscheint in einer besonders preisgünstigen Kassette (vier Bände).
  • Manfred Meiner beendet seine Tätigkeit für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels und wendet sich erfreulicheren Aufgaben zu. - Die Deutsche Forschungsgemeinschaft erklärt den Verlagsausschuß, dem Manfred Meiner seit 1996 angehörte, trotz erheblichen öffentlichen Protestes für aufgelöst.
  • Mit Erscheinen von Band 35 wechselt die Herausgeberschaft der "Hegel-Studien". Auf Friedhelm Nicolin und Otto Pöggeler folgen Walter Jaeschke und Ludwig Siep.

2003

  • Richard Meiner stirbt am 8. Juni in seinem sechsundachtzigsten Lebensjahr.

2004

  • Anlässlich des 200. Todestages von Immanuel Kant erscheint eine besonders preisgünstige Sonderausgabe der "Drei Kritiken".
  • Beginnend mit Band 47 (2005) übernehmen Christian Bermes, Ulrich Dierse und Christof Rapp die Herausgeberschaft vom "Archiv für Begriffsgeschichte". Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz) zieht sich aus dem Unternehmen zurück.
  • Zum 31.12.2004 erklärt die Heidelberger Akademie der Wissenschaften die historisch-kritische Ausgabe von "Nicolai de Cusa opera omnia" für abgeschlossen und stellt die Finanzierung der Arbeitsstellen der Edition in Köln und Trier ein. Die bislang noch nicht fertiggestellten Bände sollen gleichwohl im Laufe der nächsten Jahre erscheinen.

2005Karl Marx Ökonomisch-philosophische Manuskripte

  • Erstmals erscheinen Texte von al-Farabi, Emmanuel Levinas, Karl Marx und Paul Ricoeur in der "Philosophischen Bibliothek"; die Reihe zählt jetzt weit mehr als 300 lieferbare Bände.
  • Descartes´ umfassendster Entwurf seiner Philosophie, die "Principia", werden nach jahrzehntelangen Bemühungen um eine Neuausgabe nunmehr zweisprachig und in vollständiger Neuübersetzung vorgelegt (PhB 566).

 

2006

  • Die Website des Felix Meiner Verlages wird vollständig neu überarbeitet und um eine Datenbank mit Shopfunktion erweitert.
  • Nach jahrelangen Vorarbeiten, erste Ankündigung der italienisch-deutschen Ausgabe "Giordano Bruno, Werke" in sieben Bänden, herausgeben von Thomas Leinkauf. Bruno, Giordano | WerkeDie Edition umfasst in chronologischer Reihenfolge zunächst alle sieben, der Naturphilosophie und Erkenntnislehre, der Ethik, Religion und Politik gewidmeten Schriften Brunos aus den Jahren 1582 bis 1585.
  • Die "ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius" ermöglicht auf Betreiben des Verlages im Anschluss an die Förderung der editorischen Arbeiten für die Cassirer-Werke-Ausgabe die Bearbeitung einer Auswahl aus dem Briefwechsel. Geplanter Erscheinungstermin: 2008.
  • In der "Philosophischen Bibliothek" erscheinen völlig neu erarbeitete Studienausgaben folgender Autoren: Abaelard, Albertus Magnus, Augustinus, Pierre Bayle, Eduard von Hartmann, Leibniz, Mendelssohn, Mill, Pascal, Wolff sowie erstmals eine Textsammlung "Wiener Kreis".
  • Die Reihe preisgünstiger, limitierter Sonderausgaben mit Texten aus der "Philosophischen Bibliothek" wird fortgesetzt mit "Baruch de Spinoza: Werke in drei Bänden" (rd. 1.450 Seiten, Euro 29,95).
  • Der Verlag beteiligt sich mit nahezu seinem gesamten Programm an dem Projekt "Google Buchsuche" und ermöglicht damit eine bessere Auffindbarkeit bzw. umfassende Recherchen zu seinen Titeln im Internet.

2007

2008

  • Unter der bewährten Herausgeberschaft von Berthold Wald erscheint der die Edition "Josef Pieper Werke" abschließende Band 8.2. incl. einer CD-ROM sämtlicher Texte der Gesamt-Ausgabe (cf. 1995)
  • Horst D. Brandt ist seit dreißig Jahren als Lektor für den Verlag tätig.
  • Die ersten 30 Titel aus dem aktuellen Verlagsprogramm werden in einer elektronischen Version als eBook verfügbar gemacht. Dazu gehören aus der "Philosophischen Bibliothek" z.B. Texte von Augustinus, Baumgarten, Bayle, Cassirer, Descartes, Kant, Leibniz, Merleau-Ponty, Ricoeur, Schelling und Spinoza sowie das "Wörterbuch der philosophischen Begriffe".
  • Im August erscheint erstmals das "Deutsche Jahrbuch Philosophie" (hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Philosophie) mit dem von Peter Janich herausgegebenen Band "Naturalismus und Menschenbild" (Beiträge u.a. von Carl Friedrich Gethmann und Jürgen Habermas).
  • Mit "Erkenntnis und Interesse" von Jürgen Habermas erscheint in der "Philosophischen Bibliothek" (Band 589) erstmals das Werk eines noch lebenden Philosophen.
  • Nach den Druckschriften und Manuskripten, die die Bände 1 - 22 der Akademieausgabe der "Gesammelten Werke" Hegels ausmachen (cf. 1968), erscheint der erste Band der "zweiten Abteilung", die den Vorlesungen gewidmet sein wird (Band 25.1: Vorlesungen über die Philosophie des subjektiven Geistes. Teilband 1. Nachschriften zu den Kollegien der Jahre 1822 und 1825).

2009

  • Herr Hans Frieden bereist im Auftrag des Verlages künftig ausgewählte Buchhandlungen in Deutschland und Österreich.Quaestiones disputatae
  • Die beiden ersten der auf insgesamt dreizehn Bände angelegten vollständigen Neuübersetzung der Quaestiones disputatae des hl. Thomas erscheinen. Unter der Leitung von Rolf Schönberger, Professor am Philosophischen Institut der Universität Regensburg, werden die einzelnen Bände der Ausgabe von einer Gruppe von Fachgelehrten je selbständig übersetzt und durch ein kommentierendes Nachwort erschlossen.
  • Das Predigtwerk des Cusanus bietet den reichhaltigsten und exaktesten Einblick in die Gesamtentwicklung seiner Theologie und Philosophie. Mit den Indizes zum zweiten Band (vol XVII/0) liegt die Gesamtausgabe der "Sermones", die 1970 begonnen worden war, vollständig vor.
  • Nach zwei Jahrzehnten in äußerlich gleicher Gestalt erscheinen künftig alle neuen Bände der Philosophischen Bibliothek nach Entwürfen des "Büro für Gestaltung QART" mit renoviertem Umschlag-Layout und in deutlich anderem Grün. Den Anfang macht die Neuauflage von Kants "Kritik der reinen Vernunft".
  • Drei ganz neu erarbeitete Textausgaben bereichern die "Philosophische Bibliothek": Averroes "Entscheidende Abhandlung über das Verhältnis von Gesetz und Philosophie", die Neuübersetzung von Descartes "Meditationen" und die "Schriften zur Philosophie der symbolischen Formen" von Ernst Cassirer.
  • Eines der ersten Foren für die erstarkende medien- und kulturwissenschaftliche Forschung ist die neue Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung (ZMK), die auf eine fächerübergreifende Diskussion einer Theorie der Kulturtechniken sowie medienphilosophischer Problemstellungen zielt. Das erste Heft hat das Schwerpunktthema Angst.
  • Mit Erscheinen des Registerbandes (incl. CD-ROM mit dem gesamten Textbestand) findet die - vor zwölf Jahren vom Verlag initiierte - 26-bändige Ausgabe der Werke von Ernst Cassirer ihren Abschluss.

2010

  • Mit dem "Lehrgedicht über den mittleren Weg" von Nagarjuna (2./3. Jhdt.) erscheint erstmals ein buddhistischer Text in der Philosophischen Bibliothek. Thema: Was Leiden überhaupt bedeutet und worin das Ziel des Heilsweges Buddhas überhaupt bestehen kann.
  • Im Rahmen der Cassirer-Nachlass-Ausgabe (cf. 1995) erscheint ein Band mit Erstveröffentlichungen von Vorlesungen und Vorträgen aus den Jahren 1907 bis 1945. Damit liegen jetzt 10 der insgesamt geplanten 18 Bände der Edition vor.Schlüsselbegriffe der Philosophie des 20. Jahrhunderts
  • Nach 50 Bänden "Archiv für Begriffsgeschichte" legt der Jubiläums-Sonderband „Schlüsselbegriffe der Philosophie des 20. Jahrhunderts“ Zeugnis davon ab, wie sehr das vergangene Jahrhundert von Begriffen geprägt wurde und wie diese in die Gegenwart fortwirken.
  • Als wichtigstes geisteswissenschaftliches Sachbuch des Herbstes bezeichnet die Berliner Zeitung die von Hans-Jörg Sandkühler herausgegebene neue „Enzyklopädie Philosophie" (3 Bände mit 3.152 Seiten), ein Gemeinschaftswerk von rd. 350 Autorinnen und Autoren. Die Liste der behandelten Stichwörter ist um 50% gegenüber der vorangegangenen Auflage gewachsen (cf. 1999).
  • Gut achtzig Jahre nach ihrem Start erscheint der die historisch-kritische Akademie-Ausgabe "Nicolai de Cusa Opera Omnia" abschließende Band mit den "Scripta Mathematica" (vol. XX). Mit dem für 2011 zu erwartenden Faszikel "Opuscula Bohemica" (vol. XV/2) wird die Edition nach den steten und gemeinsamen Bemühungen dreier Forscher- und Verleger-Generationen komplett sein.

 

2011

  • Chronik der philosophischen WerkeMit Ankündigung der "Chronik der philosophischen Werke von der Erfindung des Buchdrucks bis ins 20. Jahrhundert"; des dreibändigen Werkes zur Philosophie der Antike "Den Anfang denken" von Alfons Reckermann; der ebenfalls dreibändigen Quellensammlung zum Verhältnis von Philosophie, Naturwissenschaft, Religion und Weltanschauung im 19. Jahrhundert; neuer Textausgaben von Aristoteles, Bergson, Descartes, Marx, Nelson, Reichenbach und Reinhold und weiteren Neuerscheinungen, wie z.B. einem voluminösen Band der Gesamtedition des bedeutendsten Prokloskommentars aus dem Mittelalter von Berthold von Moosburg (Corpus philosophorum teutonicorum medii aevi 6,5), einer Ausgabe der Fragmente aus dem Nachlaß von Paul Ricoeur "Lebendig bis in den Tod" und dem streitbaren Essay von Reinhard Brandt "Wozu noch Universitäten?" starten wir ins Jubiläumsjahr. - Das vollständige Programm können Sie der Vorschau des Frühjahrs bzw. des Herbstes entnehmen, jeweils versehen mit einen Editorial von Manfred Meiner.
  • Am 1. April reisen MitarbeiterInnen, Familienangehörige und Freunde des Verlages für ein Jubiläums-Wochenende an den Gründungsort Leipzig. Auf dem Programm stehen u.a. Besuche im alten graphischen Viertel, bei der Deutschen Nationalbibliothek und der Universitätsbibliothek, dem Grassi-Museum, der Museum der bildenden Künste und dem Gewandhaus.
  • Aus Anlass des Jubiläums erhält die Universitätsbibliothek Leipzig Akten und Archivalien des Verlages aus der Zeit zwischen dem Totalverlust Ende 1943 und dem Todesjahr von Felix Meiner 1965. Wissenschafts- und buchhandelsgeschichtlich interessant erscheinen die Archiv-Bestände z.B. zur Zensurpraxis in der SBZ, zur Entwicklung des Programms nach Kriegsende und im Anschluss an die Übersiedlung nach Hamburg, zur Kooperation mit Verlagen im In- und Ausland, zur Projektadministration, zu den Förderpraktiken der DFG etc. pp.
  • Mit einer Zusammenschau zum Stand der Akademieausgabe "G.W.F. Hegel, Gesammelte Werke" und der Ankündigung neuer Textausgaben von Aristoteles, Cassirer, Kant, Krochmal, Mill, William of Sherwood und Theophrast, weiteren Bänden in der "Blauen Reihe", in der Bruno-, Jacobi- und der Thomas-Ausgabe sowie Monographien und Sammelbänden u.a. zu Hegel, Kant und Rorty gehen wir in die zweite Hälfte des Jubiläumsjahres.
  • Einer der bedeutendsten Texte der Philosophie der Neuzeit erscheint in einer gänzlich neu erstellten Übersetzung: die von Christian Wohlers besorgte zweisprachige Ausgabe von René Descartes' "Discours de la Méthode" bietet neben dem französisch-deutsch präsentierten Text mit der frühen Traumerzählung Olympica und dem späten Brief an Picot wichtige Zeugnisse der Selbsterläuterung Descartes' und dokumentiert so die Stadien seines Denkens.
  • Vor 50 Jahren wurden die "Hegel-Studien" gegründet. Ziel war, der internationalen Hegel-Forschung einen Raum zu bieten und die verschiedenen Richtungen, die sich um Hegel bemühen, miteinander ins Gespräch zu bringen. Im Jubiläumsjahr erscheint Band 45.
  • Den Anfang denken, Bände I-IIIAlfons Reckermanns in drei Bänden in der Philosophischen Bibliothek erscheinendes Werk "Den Anfang denken" macht es möglich, anhand thematisch aufeinander bezogener, vom Autor erläuterter Originaltexte, den Weg nachzuverfolgen, den die großen Philosophen der Antike mit dem Ziel gegangen sind, das menschliche Denken und Handeln am Anfang aller Dinge zu orientieren.
  • Die wichtigsten Texte von Hans Reichenbach (1891-1953), Mitbegründer des Logischen Empirismus und der modernen Wissenschaftstheorie, gibt Nikolay Milkov unter dem Titel "Ziele und Wege der heutigen Naturphilosophie" für die Philosophische Bibliothek heraus.
  • 1931 erstmals bei Felix Meiner in Leipzig verlegt, erscheint Schweitzers intellektuelle und ganz persönlich gehaltene Autobiographie „Aus meinem Leben und Denken“, das bislang auflagenstärkste Buch des Verlages, als Jubiläumsausgabe zur Buchmesse. In Auszügen beigegeben sind Teile aus dem umfangreichen, bislang unveröffentlichtem Briefwechsel zwischen Autor und Verleger.
  • John Stuart Mill, der wohl prominenteste englische Denker des 19. Jahrhunderts, ist jetzt auch mit seiner Autobiographie in der "Philosophischen Bibliothek" präsent. Brillant geschrieben, schildert er seine tiefe Abneigung gegen alle Art von Bevormundung und gegen die Unterdrückung der Frauen und plädiert für eine Synthese von Utilitarismus und Liberalismus mit sozialem Gewissen.
  • Zum Jahresende erscheinen zwei weitere Bände der Akademie-Ausgabe der Werke Hegels: der die Edition der Rechtsphilosophie abschließende Band mit dem Anhang (GW 14,3) und der zweite Teilband der Vorlesungen über die Philosophie des subjektiven Geistes (GW 25,2); beides staunenswerte Ergebnisse langjähriger editorischer Arbeit.
  • Kleine Schriften von Friedrich Heinrich Jacobi aus den Jahren 1787-1817 entschlüsselt Band 5,2 der Jacobi Werke-Ausgabe. Er enthält den editorischen Bericht und den Kommentar zu den bereits in Band 5,1 veröffentlichten 17 Texten zu besonderen Lebenssituationen oder philosophischen Problemlagen aus seiner zweiten Lebenshälfte.

2012

2013

 

2014

  • Hegels Phänomenologie des Geistes. Ein dialogischer Kommentar (zwei Bände)Pirmin Stekelers dialogischer Kommentar zu Hegels Phänomenologie des Geistes ist ein Novum in der „Philosophischen Bibliothek“. Damit wird das Konzept der Reihe erweitert: die beiden Teilbände enthalten neben dem vollständigen Text Hegels einen durchgängigen, gut verständlichen Kommentar. Zitat und Auslegung können so unmittelbar nachvollzogen werden.
  • In bekannt prägnanter und stilsicherer Übersetzung legt Christian Wohlers als weiteren Band seiner Descartes-Gesamtübersetzung die "Passionen des Seele" vor.
  • Alfred C. Ewing, als Widersacher Wittgensteins bekannt, im deutschen Sprachraum bislang nur den wenigsten ein Begriff, wird mit seinem erstmals von Bernd Goebel ins Deutsche übersetzten Text "Ethik. Eine Einführung" in die "Philosophische Bibliothek" aufgenommen.
  • Einhundert Jahre nach der Erstveröffentlichung in der "Philosophischen Bibliothek" erscheint Marsilio Ficinos "Über die Liebe", ein Hauptwerk des Renaissanceplatonismus, in gänzlich neu erarbeiteter Ausgabe.
  • Parmenides’ Lehrgedicht „Vom Wesen des Seienden" füllt eine lange in der "Philosophischen Bibliothek" beklagte Lücke.
  • Hundert Jahre nach der Erstveröffentlichung erscheint Max Schelers Hauptwerk „Der Formalismus in der Ethik und die materiale Wertethik. Neuer Versuch der Grundlegung eines ethischen Personalismus“ in kritischer Ausgabe erstmals in der „Philosophischen Bibliothek“.
  • Wolfgang Bartuschat gibt Baruch de Spinozas "Kurzen Traktat" in einer völlig neuen Ausgabe heraus. Die voran gegangenen Ausgaben stammen aus den Jahren 1869, 1874, 1907, 1922, 1959, 1965, 1980 und 1991.
  • In seinem lange erwartenden Opus magnum "Analytische Philosophie" untersucht Michael Otte die Komplementarität der Analytischen Philosophie, die er nicht nur als eine dominante Schulrichtung beschreibt: auch die Reduktion aller Erkenntnis auf logische Regeln bleibe daran gebunden, dass die Wirklichkeit immer geteilt sei in die komplexe Welt der Dinge und deren Spiegelung in der Welt der einfachen Zeichen.
  • Ein „Muss-Buch für Wissenschaftler" nennt 3sat Mark Roches neue Streitschrift "Was die deutschen Universitäten von den amerikanischen lernen können und was sie vermeiden sollten". Die Lektüre dieses Buches müsse zur Pflicht für Hochschulpolitiker werden, meint die FAZ.
  • Grundriss Heidegger Der „Grundriss Heidegger“ von Helmuth Vetter findet sofort große Beachtung. Das Buch sei "hervorragend zur Orientierung geeignet" schreibt die Berliner Zeitung, und Gert Scobel ergänzt auf 3sat: "Dicht am Text aber dennoch erläuternd hilft Helmuth Vetter einem, die zentralen Perspektiven von Heideggers Werk zu verstehen. Vetter schlägt eine Schneise in den Wald der Heideggerschen Begriffe, so dass man ahnt, was es bedeutet, irgendwann die Lichtung des Seins zu betreten."
  • Die Begegnung zwischen Cassirer und Heidegger 1929 in Davos hat eine umfangreiche Legendenbildung hervorgerufen. Band 17 der Nachlassausgabe Cassirers bietet endlich die der Forschung bislang weitestgehend unbekannt gebliebenen Materialien sowie seine Vorträge über Hermann Cohen und dessen Briefe an Cassirer aus den Jahren 1901-1929.
  • 1927 nach einer Anregung von Ernst Cassirer bei Meiner in Leipzig ins Leben gerufen, nähert sich die Ausgabe "Nicolai de Cusa Opera Omnia" 87 Jahre später mit Erscheinen der "Opuscula Bohemica" ihrer Vollendung. Die bislang erschienenen 50 Bände der Edition sind sämtlich lieferbar.
  • Seit Jahrzehnten von der Forschung erwartet, seit den Achtzigern des 20. Jahrhunderts geplant, von Einem zum Anderen weitergereicht, erscheinen nach sechzehn Jahren Herstellungszeit die "Frühen Schriften II" Hegels in den „Gesammelten Werken“ (GW 2). Im Laufe des Jahres folgen der erste Teilband der „Vorlesungen über die Philosophie des Rechts“ (GW 26,1) sowie der zweite Teilband der „Vorlesungen über die Philosophie der Natur“ (GW 24,2).
  • Vierzig Jahre nach Ihrem Beginn kommt die Gesamtedition des bedeutendsten Proklos-Kommentars aus dem Mittelalter, verfasst von dem Dominikaner Berthold von Moosburg, zum Abschluss. Daraus ergeben sich Konturen einer philosophischen Debatte, die nach dem Tod Alberts des Großen in der intellektuellen Welt Deutschlands stattfand.
  • "Die ersten hundert Jahre der Philosophischen Bibliothek (1868-1968)" nimmt eine Ausstellung der Leipziger Universitätsbibliothek Albertina unter dem Kurztitel: "Philosophie in Grün" vom 26. Juni bis 5. Oktober in den Blick.
  • Philosophischer KalenderSeitensprünge wagt der Verlag mit dem "Philosophischen Kalender" für das Jahr 2015 sowie Andrea Büttners Künstlerbuch "Immanuel Kant. Kritik der Urteilskraft", erschienen in Kooperation mit dem Museum Ludwig in Köln und in kürzester Zeit vergriffen.
  • Seit Jahresbeginn werden im Rahmen des Programms „Books on Demand“ eine Vielzahl zwischenzeitlich vergriffener Titel wieder verfügbar gemacht. Dabei handelt es sich um auf Bestellung in Einzelfertigung gedruckte, solide gebundene Bücher aus allen Bereichen des Verlages. Bei Jahresende umfasst das Angebot rd. 200 Titel.

 

2015

  • Marcel Simon-GadhofMarcel Simon-Gadhof (51) übernimmt zum 1.4.2015 die Position des Cheflektors und folgt damit Horst D. Brandt (67), der gleichzeitig in den Ruhestand verabschiedet wird.
  • Am 1. Juli 2015 übernimmt Jakob Meiner (32), seit 2012 mit seinem Bruder Johann Meiner (30) Mitgesellschafter des Verlages, für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder Verantwortung.
  • Gleichzeitig geht die völlig neu gestaltete Verlagswebsite mit einer Fülle zusätzlicher Funktionen, insbesondere für den Vertrieb elektronischer Publikationen, online. 
  • In der Akademieausgabe „G.W.F. Hegel: Gesammelte Werke“ erscheinen im Jahresverlauf fünf weitere Bände: GW 23,2: Vorlesungen über die Wissenschaft der Logik II - Nachschriften zu den Kollegien der Jahre 1828, 1829 und 1831 – GW 26,2: Vorlesungen über die Philosophie des Rechts II. Nachschriften zu den Kollegien der Jahre 1821/22 und 1822/23 - GW 26,3: Vorlesungen über die Philosophie des Rechts III. Nachschriften zu den Kollegien der Jahre 1824/25 und 1831 – GW 27,1: Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte I.
  • Nachschriften zu dem Kolleg des Wintersemesters 1822/23 - GW 28,1: Vorlesungen über die Philosophie der Kunst I. Nachschriften zu den Kollegien der Jahre 1820/21 und 1823.
  •  Georg Wilhelm Friedrich Hegel HauptwerkeDie neue Studienausgabe „G.W.F. Hegel: Hauptwerke“ in sechs Bänden bietet alle vom Autor selbst zum Druck gebrachten Werke in historisch-kritischer Edition, seitengleich mit der Akademieausgabe. Damit stehen die treuesten und maßgeblichen Zeugnisse des Denkens des wohl wichtigsten Philosophen der Klassischen deutschen Philosophie in gediegener Ausstattung zu einem unschlagbaren Preis zur Verfügung.
  • Einen Überblick über die „Schlüsselbegriffe der Philosophie des 19. Jahrhunderts“ - von "Bewusstsein" über "Klasse" bis "Wissenschaft" - gibt der neue Sonderband zum »Archiv für Begriffsgeschichte«.
  • Im Laufe des Jahres erscheinen in der Philosophischen Bibliothek 13 ganz neue Bände:
  • Die erste textkritische Edition (arabisch-deutsch) und erste Übersetzung ins Deutsche dreier Texte von Avempace (Ibn Baddscha): „Über das Ziel des menschlichen Lebens“.
  • Die überhaupt erste deutsche Übersetzung des „Kompendiums für das Studium der Philosophie“ von Roger Bacon.
  • In völlig neuer Übersetzung: „Materie und Gedächtnis" von Henri Bergson, sein wichtigstes Buch und Grundwerk der Gegenwartsphilosophie.
  • Das Werk des byzantinischen Theologen und Philosophen Bessarion „Über Natur und Kunst“, zentrales Zeugnis für die Übertragung der platonischen Philosophie in die Welt der Renaissance. Erstveröffentlichung dreisprachig griechisch - lateinisch – deutsch.
  • Eine Studienausgabe der philosophischen Werke von Dante in einem Band.
  • Erstmals vollständig in deutscher Übersetzung mit den französischen Originalen: der "Briefwechsel von René Descartes mit Elisabeth von der Pfalz". Außerdem sein erster umfassender philosophischer Entwurf: „Die Welt“, zweisprachig französisch-deutsch in vollständiger Neuübersetzung.
  • Die erste vollständige deutsche Übersetzung von Johannes Duns Scotus’ Auseinandersetzung „Über das Individuationsprinzip“.
  • Galileo GalileiDie „Discorsi“ von Galileo Galilei.
  • Anarchie und Auflösung staatlicher Gewalt sind Thema von Thomas Hobbes' „Behemoth“, in völlig neuer Ausgabe.
  • Das Gründungsdokument der Technikphilosophie aus dem Jahre 1877: eine Neuedition der „Grundlinien einer Philosophie der Technik“ von Ernst Kapp.
  • Die vollständigste und geschlossenste Darstellung der neuplatonischen Metaphysik, Proklos „Theologische Grundlegung“, umfangreich kommentiert, zweisprachig griechisch-deutsch.
  • In textkritischer Erstausgabe das kürzlich aufgefundene Manuskript der letzten Vorlesung von Johann Nicolaus Tetens über „Metaphysik“.
  • Am 29. Dezember urteilt das „Börsenblatt“: Die Philosophische Bibliothek aus dem Hause Meiner ist ein Glücksfall für alle, die sich mit großen Denkern befassen möchten.


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