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Das Projektionsplanetarium als hyperreales Environment


Zurück zum Heft: ZMK Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung 8/1/2017: Inkarnieren
EUR 14,90


In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Jenaer Zeiss-Werk im Auftrag des Deutschen Museums in München das Projektionsplanetarium als immersives Modell des Universums entwickelt. In ihm hallte eine lange Geschichte von Himmelsgloben, Armillarsphären, Astrolabien und mechanischen Planetarien nach, die seit der Antike als astronomische Demonstrationsobjekte gedient hatten. Erstmals aber fand sich diese Aufgabe nun mit einer Simulation des raum-zeitlichen In-der-Welt-Seins des Menschen verbunden.
In the years following the First World War, commissioned by the German Museum in Munich, the projection planetarium was developed as an immersive model of the universe at the Zeiss plant in Jena. In it, a long history of celestial globes, armillary spheres, astrolabes, and mechanical planetaria resonated, which had served as astronomical demonstration objects since ancient times. For the first time, however, this task was associated with a simulation of man’s spaciotemporal being-in-the-world.