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Names, écriture and Enigma: Adorno on Art as Writing


Zurück zum Heft: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 62. Heft 1
EUR 16,90


Dieser Essay in Form einer Vorlesung untersucht verschiedene Formen der Beziehung zwischen Bildender Kunst und Schrift, indem er sich auf Adornos Rede von Kunst als écriture konzentriert. Nach einleitenden Bemerkungen über die Beziehung von Adorno zu zeitgenössischen konzeptionellen, aktivistischen und multi- medialen Praktiken und seinen kurzen Beschreibungen des »virtuosen« Werkes von Pablo Picasso geht es um den relationalen Zusammenhang zwischen Kunst und Geschichte an, wie er durch Namen und Titel vermittelt wird (mit besonderem Bezug auf die Arbeit des deutschen Künstlers, der sich Andy Hope 1930 getauft hat), die Operationen von Methexis und Sprachcharakter, Realismus und Abstraktion, sowie Ideen, sowohl analoge als auch diskontinuierliche, im Denken Jacques Derridas und Jean-François Lyotards, die jeweils unter der Schirmherrschaft von Adornos ahistorischem Verständnis von écriture einberufen wurden. Die kreativ- elastische Vorstellung von écriture deutet darauf hin, dass die definierende Qualität der Kunst als Rätsel am besten »aus dem Blickwinkel der Sprache« begriffen wird.

This lecture-form essay examines various orders of relation between visual art and writing focusing on Adorno’s propositions about art as écriture. Following introductory remarks concerning Adorno’s relation to recent and contemporary Conceptual, activist and multi-media practices and his brief descriptions of the “virtuoso” work of Pablo Picasso, it addresses the relational nexus between art and history mediated by names and titles (looking to the work of the German artist who christened himself Andy Hope 1930), the operations of methexis and Sprachcharakter, realism and abstraction, and ideas, both analagous and discontinuous, in the thinking Jacques Derrida and Jean-François Lyotard, each convened under the auspices of Adorno’s somewhat ahistorical understanding of écriture. The creatively elastic notion of écriture suggests that the defining quality of art as enigma is best comprehended “from the perspective of language.”