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Das Ende der Postmoderne und der Aufstieg »neuer« Pseudorealismen

Wert-Abspaltungs-kritische Einwände gegenüber einem Neuen Realismus, einem Spekulativen Realismus und Akzeleration


Zurück zum Heft: Exit! Krise und Kritik der Warengesellschaft
DOI: 10.28937/9783987373367_5
EUR 6,90


Roswitha Scholz setzt sich in ihrem Artikel »Das Ende der Postmoderne und der Aufstieg neuer Pseudorealismen« mit den viel diskutierten Denkrichtungen eines neuen Realismus, eines spekulativen Realismus und Akzelerationismus auseinander. Zwar rücken in ihnen im Gegensatz zum bis vor einiger Zeit vorherrschenden Dekonstruktivismus Begriffe wie Wahrheit, Realismus, Materialismus und »Ding an sich« (Kant) in den Mittelpunkt, die bezeichnenderweise jedoch gleichzeitig wieder zurückgenommen werden, wie zu sehen sein wird. Die fetischistische Verfasstheit der kapitalistisch-patriarchalen Vergesellschaftung, worauf es gerade ankäme, bleibt dabei ausgeklammert. Stattdessen fallen sie in unterschiedlicher Weise in Positivismus, Rationalität, Fortschrittsdenken und/oder auch einen Irrationalismus zurück, also in Urformen eines bürgerlichpatriarchalen Denkens, das sich weitgehend aus einer Abspaltung des Weiblichen speist. Sie erweisen sich so als völlig unfähig, zur Transzendierung der kapitalistisch-patriarchalen Katastrophen-Vergesellschaftung etwas beizutragen. Derartige Denkbewegungen sind deshalb eher eine Flucht aus der entsprechenden Realität anstatt eine (kritisch) transzendierende Beschäftigung mit ihr.