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Von den heroischen Leidenschaften (antiquarisch)


Giordano Bruno Werke 7. 2018. De gl' heroici furori Italienisch-deutsch. Unter Verwendung der Übersetzung von Christiane Bacmeister grundlegend überarbeitet von Henning Hufnagel. Einleitung von Maria Moog-Grünewald. Edition des italienischen Originaltextes, Kommentar und philosophisches Nachwort von Eugenio Canone. CXL, 711 Seiten.
978-3-7873-1807-0. Leinen
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Die Eroici furori bestehen aus zwei Teilen, deren jeder fünf Dialoge enthält. Sie nehmen - mit Ausnahme des letzten - jeweils Bezug auf Gedichte - meist Sonette, zudem Sestinen, eine Kanzone -, die von den Dialogpartnern gelesen und kommentiert werden. In der Regel wird in dem Sonett eine Aussage in bildhafter Anschaulichkeit und zugleich in Verschlüsselung formuliert, die des Kommentars bedarf, der wiederum in einem nachfolgenden Sonett argumentativ weitergeführt wird, um danach erneut kommentiert zu werden.

Philosophisch geht es in dem Werk um den Prozess der Vergött­lichung der Seele, die sich in der Erkenntnis des Göttlichen, aber unter Beteiligung der Sinne vollzieht. Einen Höhepunkt bildet Brunos Interpretation des Aktaion-Mythos: Die »Hunde« Seele und Verstand wenden sich im Angesicht der Göttin gegen den »Jäger« der Wahrheit selbst und zerfleischen die Seele für ein höheres Leben nach dem Tod. Bruno hat die in diesem Werk enthaltene Seelenlehre in Auseinandersetzung vor allem mit Ficino entwickelt. Aber auch der Einfluss des Cusanus wird deutlich, wo Bruno die Metapher der Blindheit für die Unverhältnismäßigkeit des menschlichen Begriffsvermögens gegenüber dem Göttlichen wählt: Nur Spuren und Figurationen des Göttlichen können erkannt werden.

Maria Moog-Grünewald geht in einer ausführlichen Einleitung der äußerst komplexen Textualität des Werks nach.

Eugenio Canone, Herausgeber der maßgeblichen italienischen Werk-ausgabe, erläutert in einem Essay die philosophische Bedeutung des Dialogs.