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›Kunst‹, Design und die Sehnsucht nach einem globalen Kunstbegriff


Zurück zum Heft: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 65. Heft 2
EUR 16,90


Zwei Vorwürfe in der gegenwärtigen kunsttheoretischen Debatte zeigen gegenüber traditionellen Kunstbegriffen starke strukturelle Parallelen. Erstens: Traditionelle abendländische Kunstbegriffe sind elitär, weil sie wichtige ästhetische, kulturelle Bereiche unserer Kultur ausgrenzen oder zu einem Randphänomen erklären; dazu gehört insbesondere der Bereich des Designs. Zweitens: Traditionelle abendländische
Kunstbegriffe sind elitär, weil sie außereuropäischer Kunst nicht gerecht werden. Nimmt man beide Vorwürfe ernst, führt dies nicht nur zu einem erweiterten Kunstbegriff, sondern zudem zu einer neuen Verortung des Designs gegenüber – und nicht etwa innerhalb – der abendländischen Kunst.

Two accusations in the current theoretical debate about art show strong structural parallels to traditional concepts of art: First, traditional Western concepts of art are elitist because they exclude important aesthetic, cultural areas of our culture or declare them to be marginal phenomena; this includes in particular the field of design. Second, traditional Western concepts of art are elitist because they do not do justice to non-European art. If both accusations are taken seriously, this leads not only to an expanded concept of art, but also to a new positioning of design in regards to - and not within - Western art.