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Actio, Narratio und das Gesicht der Dinge 


Zurück zum Heft: ZMK Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung 2/1/2011: Offene Objekte
EUR 14,90


Am Beispiel des Krugs und anderen, wandernden und tückischen Objekten der Literaturgeschichte soll die wechselseitige Voraussetzung von Offen- und Geschlossenheit in eine Konfiguration von Handlungstheorie, Figurationstheorie und Narratologie übersetzt werden. Die dabei verfolgte Frage lautet: Wie literarisch handeln offene Objekte? Nach Luhmann und Latour lässt sich das Handeln an Konzepte der Beschreibung koppeln: Sei es, dass sich Kommunikation zur Handlung simplifiziert und erst so einem Akteur zugerechnet werden kann, oder sei es, dass zeichenhafte Referenz, Zuschreibung und Protokollierung maßgebliche Stränge in dem Aktionszusammenhang menschlicher und nichtmenschlicher Wesen ausmachen. Solche übersetzungen zwischen Erzählungen und Handlungen verfolgt dieser Beitrag anhand ausgewählter Beispiele aus der Literaturgeschichte.

Working with the example of the jar and other, wandering and deceitful objects of literary history, this paper tries to translate the reciprocal presupposition of openness and closure to a configuration of theory of action, figuration and narration. It thus deals with the question, how literarily open objects act. According to Luhmann and Latour, action can be connected to concepts of description: Be it that communication is reduced to action and only thus attributable to an agent, or that symbolic reference, attribution and recording account for significant strands in human and non-human contexts of action. Drawing upon selected examples from literary history, the paper pursuits such translations of narration into action and vice versa.