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Plastische Justiz

Tribunale im künstlerischen und politischen Aktivismus


Zurück zum Heft: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 68/1
DOI: 10.28937/9783787345083_5
EUR 16,90


In bürgerlichen Gesellschaften ist das dominante Dispositiv, das den Umgang mit vergangenem Unrecht reguliert, der Juridismus. Können oder sollten sich auch radikale politische Bewegungen im Allgemeinen und kritische künstlerische Interventionen im Besonderen der Form des Gerichts bedienen? Diese Frage diskutiere ich mit Blick auf eine Auseinandersetzung zwischen Michel Foucault und zwei maoistischen Genossen zur Frage der Volksjustiz. Die deutschen NSU-Tribunale stelle ich als Best-practice-Beispiele vor: Sie zeigen, wie sich Form und Inhalt von Tribunalen auf eine Weise in Spannung versetzen lassen, die sie als ästhetisches Medium transformativer Politik anschlussfähig werden lassen.