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Neuigkeiten

Kritik der Ungleichheit

Angesichts der weltweit dramatisch zunehmenden sozialen Ungleichheit sind die Überlegungen, die  J.-J. Rousseau in seinem sog. Zweiten Diskurs anstellt, von unverminderter Aktualität. Der „Diskurs über die Ungleich­heit“ (1755) ist zwar eine der meistgelese­nen Schriften im Kanon der europäischen Philosophie, zugleich jedoch die philo­sophisch am wenigsten verstandene. Frederick Neuhouser unternimmt in seiner glänzend geschriebenen Studie „Kritik der Ungleichheit“ eine genaue philosophische Rekon­struktion. Blaue Reihe. 305 Seiten. Kartoniert 26,90 Euro. 

26.10.2020
Entscheidung (nicht) leichtgemacht

Beinahe jeder von uns befand sich wohl schon einmal in einer scheinbar ausweglosen Situation – einem Dilemma. Philosophieren mit Dilemmata behandelt beispielhaft zahlreiche dieser Zwickmühlen für den Einsatz im Philosophie- und Ethikunterricht. Anhand verschiedenster Dilemma-Situationen werden Möglichkeiten des moralischen Handelns diskutiert, wodurch nicht nur ein rationaler Umgang mit emotionalen Zwangslagen geübt, sondern auch die moralische Kompetenz sowie die Urteilskraft von Schülerinnen und Schülern im Sinne eines problemorientierten Unterrichts gefördert wird. 158 Seiten. 19,90 Euro.  

20.10.2020
Nachdenken über Wirklichkeit

Hegels „Wissenschaft der Logik“ zählt zu den einflussreichsten philosophischen Schriften der Neuzeit, aber ihr Inhalt „rauscht an den meisten Lesern“ vorbei, wie Pirmin Stekeler in seiner Einleitung zum Wesenslogik-Kommentar schreibt. Dabei geht es um nicht weniger als um eine genaue Reflexion unserer Redeformen, wenn wir uns über Gott und die Welt, Sein und Wesen, Wahrheit und Wirklichkeit verständigen. Stekelers Werk enthält neben dem vollständigen Hegel’schen Text und der absatzweisen Kommentierung auch eine Einbettung in die zentralen gegenwärtigen Debatten der Philosophie. Philosophische Bibliothek 691. 1.008 Seiten. 128,00 Euro. 

14.10.2020
Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie

Im Zusammenhang von Hegels Vorlesungstätigkeit kommt den Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie eine besondere Bedeutung zu: Nächst den Vorlesungen über Logik und Metaphysik hat sich Hegel keinem anderen Thema so oft und so ausführlich gewidmet und mit ihnen hat er die Disziplin der Philosophiehistorie im Gefüge der philosophischen Wissenschaften erst eigentlich begründet. Mit Band 30,2 erscheint der zweite Teilband der auf sechs Teilbände angelegten Edition der Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie. Er enthält die Nachschriften zum Kolleg des Wintersemesters 1823/24. 

09.10.2020
Si tacuisses

In der "Literarischen WELT" erschien am vergangenen Samstag eine Rezension von Charlotte Szász zu Oliver Prechts "Heidegger. Zur Selbst- und Fremdbestimmung seiner Philosophie":

Die Selbstpräsentation Heideggers ist das zentrale Thema von Prechts Buch, das in einhundert übersichtlich kurze Kapitel gegliedert ist. Heideggers Denken wird eine extreme, fast schon wahnhafte Selbstbezüglichkeit unterstellt, die der Philosoph durch eine omnipräsente Selbstdarstellung zu überspielen versucht. Das Buch [lässt sich auch als Einführung lesen]. (...) Das Engagement für den Nationalsozialismus ist bei Heidegger „nicht in einzelnen Aspekten dieser Philosophie, sondern in ihrer Sache selbst angelegt“. Der Verdienst des Buches ist es, diese narzisstische Selbstbezogenheit überall in Heideggers Denken nachzuweisen (…)

Charlotte Szász, Literarische WELT

28.09.2020