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Zur Kulturgeschichte der Scham


Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 09 (Jg. 2010). 2011. 232 Seiten.
978-3-7873-1979-4. Kartoniert
EUR 98,00


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"Das Schamempfinden gehört zur menschlichen Grundausstattung. Es ist ein soziales Gefühl, das sich beim Gewahrwerden eines Defizits einstellt, an dem andere Anstoß nehmen könnten" (Dorothea Baudy, in: RGG).

Die Autoren dieses Bandes untersuchen das Motiv der Scham aus der Perspektive ganz unterschiedlicher Fachdisziplinen (Literaturwissenschaft, Philosophie, Theologie, Geschichte, Soziologie) und grenzen Scham gegen andere kulturgeschichtliche Begriffe wie Schuld, Erniedrigung, Schande oder Tabu ab. Ist Schamempfinden gleichzusetzen mit zivilisatorischem Fortschritt (N. Elias)? Trägt das Konzept der Unterscheidung von "Schamkultur" und "Schuldkultur" (R. Benedict)?

Insgesamt eröffnen die unterschiedlichen Beiträge zur Scham in diesem Buch ein erstaunlich breit gefächertes Spektrum, das auch dazu einlädt, sich mit den Autoren selbst näher zu beschäftigen. Und zu Jürgen Boomgaardens Beitrag heißt es: Dieser Artikel ist aufgrund seiner Verständlichkeit – bei gleichzeitiger wissenschaftlicher Fundiertheit – ein Highlight dieser Phänomenologie.
rezens.tfm e-Journal für wissenschaftliche Rezensionen
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
an der Universität Wien