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Wörterbuch der phänomenologischen Begriffe


Herausgegeben von Helmuth Vetter
Philosophische Bibliothek 555. 2017. Unveränderte eBook-Ausgabe der 1. Aufl. von 2005. Unter Mitarbeit von Klaus Ebner und Ulrike Kadi. IX, 699 Seiten.
978-3-7873-2231-2. E-Book
EUR 29,99


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Seit Husserl entfaltete sich die Phänomenologie zu einer eigenständigen Form der Philosophie, die sich in der Philosophie der Gegenwart weltweit etablierte und in verschiedene Richtungen fortentwickelte.

Im Unterschied zur klassischen Lehre von den Erscheinungen, die – vereinfacht gesagt – in den Gegebenheiten der sinnlichen Wahrnehmung nur das Abbild oder die empirisch wahrnehmbare Gestalt der Gegenstände des Bewußtseins sah, deren wahres Wesen sich der Erkenntnis allererst in der metaphysischen Spekulation oder der logischen Reflexion erschließt, sah Husserl in der Reflexion auf den Erlebnisakt oder die Intentionalität des Bewußtseins den Schlüssel für die Erkenntnis dessen, was in Wahrheit ist. Die Realität hat keine Selbständigkeit gegenüber dem Bewußtsein, sondern ist nur Intentionales, Bewußtes, Erscheinendes, das sich in der Epoché, der phänomenologischen Form der Erkenntnis, in seinem Wesen erschließt.

Die Begründung der Phänomenologie durch Husserl und ihre Weiterentwicklung (z. B. durch Heidegger oder Merleau-Ponty) brachte nicht allein eine Reihe neuer philosophischer Begriffe hervor (z. B. Epoché, Wesensschau, Daseinsanalyse oder Phänomenologie der Leiblichkeit), sondern führte auch dazu, das bekannte Begriffe wie Leben, Welt, Erscheinung unter der Perspektive der phänomenologischen Einstellung neue Bedeutungen erhielten. Das erste "Wörterbuch der phänomenologischen Begriffe" umfaßt darum neben den Grundbegriffen der phänomenologisch ausgerichteten Philosophie auch all jene Begriffe, deren Bedeutungsgehalt durch die phänomenologische Forschung neu definiert, modifiziert oder angereichert wurde. Es beschränkt sich nicht darauf, ein Lexikon fachspezifischer Termini abzugeben, sondern versteht sich als ein Wörterbuch zur Philosophie der Gegenwart.

Stichwortauswahl: absolut, Anderer, Apriori, Bewußtsein, Dasein, Deskription, Einfühlung, Epoché, Erfahrung, Frage, Gegenstand, Genesis, Gewalt, Handlung, Hermeneutik, Ich, Intentionalität, Jetzt, Körper, Leib, Möglichkeit, Natur, Ontologie, Ordnung, Phänomenologie, Praxis, Qualität, Raum, Sein, Symbol, Tod, Traum, Urteil, Vernunft, Welt, Zuschauer.
Endlich ein Nachschlagewerk, das den Fachmann wie den Studenten auch in Details informiert. Die in die Artikel selbst eingebauten Literaturberichte sind sehr nützlich, besonders für Studium und Forschung.
Prof. Dr. Bernhard Lang

Wer nicht nur schnelle 'inputs' zur Philosophie sucht, sondern Anteil an der Entwicklung der Philosophie unserer Zeit gewinnen möchte, findet in diesem Wörterbuch ein wichtiges Hilfsmittel.
Theologisch-praktische Quartalsschrift 2/2006

Das 'Wörterbuch der phänomenologischen Begriffe' von Helmut Vetter ist ein hervorragendes Werk.
Divinatio, volume 22

Das vorliegende Wörterbuch schließt eine große Lücke, was die bisherigen Einführungen in das phänomenologische Denken betrifft ...
Zeitschrift für katholische Theologie 4/06

Das Wörterbuch ist sorgfältig gearbeitet.
Zeitschrift Theologie und Philosophie 4/06

Dieses Wörterbuch - übrigens bisher das erste seiner Art - erschließt den Fundus phänomenologischer Begrifflichkeiten auf sorgfältige und kompetente Weise und leistet dadurch dem philosophischen Denken - weit über das Feld der Phänomenologie hinaus - wertvolle Dienste.
Franz Gmainer-Pranzl in polylog

Damit wird in erster Linie der Phänomenologie ein großer Dienst erwiesen, wird sie doch dadurch zugänglicher, übersichtlicher, verständlicher, in ihrer Entwicklung nachvollziehbarer und kann damit leichter in zukünftige Diskussionen eingebunden werden. [...] Daher ist ein Buch dieser Art, das sich nicht nur auf die ersten Begriffe bezieht, sondern auch ihren Wandel in der Entwicklung der Phänomenologie aufzeigt, längst notwendig geworden, um der Phänomenologie eine Auffrischung im philosophischen Diskurs zu verleihen. [...] Man kann in diesem Buch versinken, von einem Stichwort zum nächsten springen, und kann so das eigene Wissen auch wieder auffrischen. [...] Eine große Leistung für die Phänomenologie.
Alfried Längle in Existenzanalyse, Nr. 2/2007