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Unser Verlangen nach Freiheit

Kein Traum, sondern Drama mit Zukunft


Blaue Reihe. 2006. 208 Seiten.
978-3-7873-1778-3. Kartoniert
EUR 18,90


In diesem kraftvollen Plädoyer verteidigt Thomas Buchheim den Gedanken der Freiheit gegen den gegenwärtig virulent gewordenen Vorwurf, sie beruhe auf bloßer Illusion. Allerdings: Freiheit ist keine wohlfeile Mitgift, sondern will erworben sein, ist also Aufgabe.


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Unser Verlangen nach Freiheit - und zwar nach unverkürzter Freiheit - kann es denn überhaupt erfüllt werden auch vor dem Hintergrund moderner und heute aktueller naturwissenschaftlich gegründeter Auffassungen über die Welt?

Unter verkürzter Freiheit, die wohlfeil zu haben ist, verstünde der Autor das, was Kant in frechen Worten die "Freiheit eines Bratenwenders" genannt hat. Denn ein Bratenwender, so kompliziert (für Kants Verhältnisse) die maschinelle Erzeugung seiner Drehbewegung auch sein mag, kann nicht anders, als sich genau so zu drehen, wie die kausalen Zusammenhänge der Bratapparatur es vorsehen und herbeiführen.

Ein freies Wesen - was wir verlangen zu sein - muß jedoch in jedem Gebrauch seiner Freiheit wirklich anders können, als es sich aus freien Stücken tatsächlich verhält. Doch was bedeutet diese Anforderung an die Freiheit genau? Wie verhält sie sich zur kausalen Bestimmtheit des natürlichen Universums? Auf welche Qualifikationen unseres Verhaltens berufen wir uns, wenn wir nach unverkürzter Freiheit verlangen? Und wie sind solche Qualifikationen möglich, wenn und obwohl wir zugleich natürlich entstandene Wesen sind, zuhause in einem materiellen Universum?

Das sind die Fragen, die in diesem Buch erörtert werden, um so unser mehrtausendjährig immer wieder neu brennendes Verlangen nach Freiheit auf eine rationale Weise auch heute noch stillen zu können.
Buchheim weiß seine Schritte klug und umsichtig zu setzen.
Frankfurter Allgemeine 13.8.2007

Auf jeden Fall ist Unser Verlangen nach Freiheit ein gut lesbares Buch, welchem man wünscht, dass es eine große Leserschaft findet und eine neue philosophische Debatte um personale Selbstbestimmung jenseits des Freiheits-Skeptizismus eröffnen möge. Buchheim gelingt es, die Richtung zu zeigen, in die die Analyse gehen könnte. Sieht man von den benannten Inkonsequenzen seines horizontalen Dualismus ab, lässt sich sagen, dass das Buch sein Ziel erreicht hat. Es weist nach, dass man trotz der Erkenntnisse der Neurowissenschaften Willensfreiheit nicht zwangsläufig leugnen muss.
Philosophisches Jahrbuch (Peter Heuer) 115. Jahrgang / II (2008)

Das Problem der Freiheit ist nach Leibniz ein Labyrinth, in dem sich die menschliche Vernunft immer wieder verirrt hat. Während viele neue Beiträge zur Freiheitsdebatte zusätzliche Verwirrung stiften, zeichnet das vorzügliche Buch von Thomas Buchheim einen womöglich gangbaren Weg, um diesem Irrgarten zu entkommen. Buchheim legt eine zugleich tiefsinnige und scharfsinnige Untersuchung vor ... Es ist zu wünschen, daß Buchheims exzellentes, gründlich argumentierendes Buch die ihm gebührende Wirkung entfaltet. Zwar wird dem Leser einiges abverlangt, aber wann wäre gute Philosophie je einfach gewesen? ... Buchheims Antworten ... sind wohldurchdacht und sie bahnen einen aussichtsreichen Weg aus dem Labyrinth der Freiheit, der auf den letzten Seiten (169-173) zusammenfassend skizziert wird.
Allgemeine Zeitschrift für Philosophie (Friedrich Hermanni) 32/3 (2007)

Das Buch erörtert den klassischen Streit um den Determinismus bzw. den Indeterminsmus und bringt stichhaltige Argumente für die Annahme von Freiheit.
Prof. Dr. Karl-Heinz Nusser

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