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Über das Seiende und das Eine


Philosophische Bibliothek 573. 2006. De ente et uno. Lateinisch–deutsch. Übersetzt und kommentiert von Paul Richard Blum, Gregor Damschen, Dominic Kaegi, Martin Mulsow, Enno Rudolph und Alejandro Vigo. LXXXIX, 94 Seiten.
978-3-7873-1760-8. Kartoniert
EUR 14,90





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Ziel dieser kleinen, 1492 abgefaßten und für das Verständnis der Renaissancephilosophie bedeutsamen Schrift ist der Nachweis der Vereinbarkeit der Grundlehren der platonischen und der aristotelischen Metaphysik, also die Herbeiführung der Entscheidung in einer zwischen den Neuplatonikern seiner Zeit (vor allem Ficino und Lorenzo de' Medici) und den Peripatetikern (besonders Poliziano) ausgetragenen Kontroverse, mit denen Pico in engem Kontakt stand. Der Traktat basiert auf der späteren kritischen Auseinandersetzung Picos mit seinem ehemaligen Lehrer Ficino und einer 1490 geführten, sehr intensiven Diskussion mit den beiden anderen.

Die Wirkung der 1496 postum veröffentlichten Schrift war eminent: Nach Charles Lohr markiert "De ente et uno" eine Wasserscheide in der Renaissancephilosophie. Vor der Schrift, so Lohr, stand die Metaphysik im Zeichen des Einen. Nach Pico aber kann man von einer Metaphysik des Seienden als Grundcharakteristik der Philosophie des 16. Jahrhunderts sprechen. Grund dafür sei Picos Neuetablierung eines christlichen Aristotelismus im Anschluß an Thomas von Aquin gegen die Tradition, die von Anselm über Lull bis zu Ficino reiche.

Der mit dieser Ausgabe erstmalig in deutscher Übersetzung vorgelegte Text gilt als ein Schlüsseltext für die Reformation der Metaphysik in der Philosophie der Renaissance. Die sorgfältig kommentierte zweisprachige Ausgabe ist ein Gemeinschaftswerk von sechs führenden Spezialisten auf dem Gebiet der Philosophie des 16. Jahrhunderts.

Diese Ausgabe bietet erstmals einen Schlüsseltext für die Reformation der Metaphysik in der Philosophie der Renaissance in deutscher Übersetzung. Der lateinische Text ist beigegeben. Die ausführliche Einleitung und ein sorgfältiger Kommentar erschließen die richtunggebenden Pointen, die Pico mit dieser Schrift gesetzt hat.
Die altberühmte 'Philosophische Bibliothek' von Meiner steht längst nicht nur mehr neuzeitlichen und antiken Philosophen offen, sie entfaltet mit ihren zweisprachigen Ausgaben eine außerordentliche Aktivität. [...] Wer verlässliche Erstinformationen braucht, muss entweder Latein lernen oder greift zu besser übersetzten Büchern. Meiners 'Philosophische Bibliothek' bietet davon eine Fülle und steigert sich zur Zeit mit jedem Jahr.
Süddeutsche Zeitung (Kurt Flasch)

Die zehn Kapitel des Werkes ... werden durch ausführliche Anmerkungen sowie über eine umfassende und vorzügliche Einleitung, die aufgrund der Komplexität der Thematik von sechs Autoren gemeinsam verfasst wurde, bestens zugänglich gemacht. Der Band wird höchsten Ansprüchen gerecht.
Das Goetheanum 49/07

Die Einleitung informiert sehr ausführlich über die historischen und philosophisch-theologischen Hintergründe der Schrift und ist grundsätzlich all denen zu empfehlen, die sich für diese Epoche interessieren.
Litterae Cusanae Band 8, Heft 1 (2008)

Die Übersetzung ist absolut vorzüglich [...] Generell gesagt liegt hier eine philosophisch spannende und wirkungsgeschichtlich wichtige Schrift in vorzüglicher Präsentation vor.
Philosophisches Jahrbuch 116. Jg. / 1 (2009)

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