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Schriften zur Philosophischen Anthropologie und Ethik: Das Menschenbild der Tugendlehre


Herausgegeben von Berthold Wald
Josef Pieper Werke 04. 2006. VI, 442 Seiten.
978-3-7873-1782-0. Englische Broschur
EUR 14,95


Noch vor wenigen Jahren konnte man den Eindruck haben, daß die neuzeitliche Trennung von Anthropologie und Ethik zu den kaum revidierbaren Voraussetzungen einer wohlbegründeten Moralphilosophie gehört. Inzwischen hat sich dieses Bild deutlich gewandelt. Wo die tieferliegenden Ursachen für die moralischen Krisenerscheinungen der Gegenwart im Verlust der Tugend" gesucht werden, ist auch der Gedanke nicht weit, daß Platon, Aristoteles und Thomas von Aquin uns heute wieder mehr zu sagen haben als etwa Kant, Hume und Mill.

Unbeirrt durch wissenschaftliche Trends hat Josef Pieper es wie kein anderer verstanden, den ursprünglichen Sinn der antik-mittelalterlichen Tugendlehre erneut zugänglich zu machen und von seinen vielfältigen Mißdeutungen klar zu unterscheiden. Seine Schriften zu den vier Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Maß sowie den drei theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe werden hier erstmals in einem Band vorgelegt. Es gibt vermutlich keine andere Darstellung in diesem Jahrhundert, die in der Auslegung aller sieben Haupttugenden einen ebenso gründlichen wie umfassenden Einblick in die Fundamente der abendländisch-christlichen Lebenslehre gewährt.