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Schillers philosophische Weltansicht


Herausgegeben von Jörg Fingerhut
Ernst Cassirer. Nachgelassene Manuskripte und Texte (ECN) 12. 2015. Unter Mitarbeit von Paolo Rubini. VII, 163 Seiten.
978-3-7873-1258-0. Leinen
EUR 148,00


Band 12 der »Nachgelassenen Manuskripte und Texte« umfasst vor allem das gründlich ausgearbeitete Vorlesungsmanuskript der 1920/21 in Hamburg gehaltenen Vorlesung »Schillers philosophische Weltansicht«. Cassirer argumentiert darin in fünf Kapiteln für die innere Bedingtheit von philosophischem System und dichterischem Schaffen bei Schiller. In Schillers Werk sieht er einen neuen Stil in der Philosophie entstehen, der sich dadurch auszeichnet, dass der philosophische, abstrakte Gedanke je immer schon eine gestaltete Form hat und philosophische und künstlerische Momente in einem inneren Abhängigkeitsverhältnis stehen. Philosophische Weltansicht ist zugleich auch die Weltansicht des Künstlers, und Kunst erhält damit eine herausragende Stellung im System der geistigen Kultur.

Das Manuskript der Schiller-Vorlesung stellt neben dem Kapitel »Freiheitsproblem und Formproblem in der klassischen Ästhetik« in »Freiheit und Form« von 1916 die intensivste direkte Auseinandersetzung Cassirers mit Schiller dar. Der zeitgleich mit der Vorlesung erschienene Text aus »Idee und Gestalt«, »Die Methodik des Idealismus in Schillers philosophischen Schriften« (1921), erscheint vor dem Hintergrund des ausführlicheren Manuskripts als die Behandlung eines Spezialproblems – des Methodengedankens – innerhalb der größeren Fragen nach der Symbolfunktion der Kunst und der Rolle der ästhetischen Anschauung. Mit der Veröffentlichung des in diesem Band erschlossenen Manuskriptes wird auch deutlich, wie viel Cassirers eigene Antworten auf diese Fragen sich seiner Auseinandersetzung mit Schiller verdanken.

INHALT

SCHILLERS PHILOSOPHISCHE WELTANSICHT
Einleitung. Allgemeines. – Schillers Stellung zur Philosophie.
Erstes Kapitel. Schillers Jugendphilosophie
Zweites Capitel. Die Epoche der "Künstler”
Drittes Capitel. Schillers Kantische Studien und die Kallias-Briefe
Viertes Capitel. Die Briefe über aesthetische Erziehung. – Die "Analytik des Schönen” und die Stellung der Kunst im System der geistigen Kultur
Fünftes Capitel. Schillers Geschichtsphilosophie

BEILAGEN
Beilagen zur Vorlesung
[Element des Gedankens in Schillers Poesie]
[Objektives und Subjektives in der Dichtung]
[Natur und Vernunft in der Philosophie des 18. Jahrhunderts] [Entwurf]
Schillers Freiheitsidee

ANHANG
Zur Textgestaltung
1.Zeichen, Siglen, Abkürzunge
2.Regeln der Textgestaltung

Editorische Hinweise
1. Ziel und Gestalt der Ausgabe
2. Überlieferungsgeschichte und Inhalt dieses Bandes
3. Die zur Bearbeitung dieses Bandes herangezogenen Manuskripte
4. Zur Entstehung der Textzeugen

Anmerkungen des Herausgebers
Literaturverzeichnis
Personenregister

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Gesammelte Werke. Hamburger Ausgabe

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