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Prolegomena zur Historiosophie


Philosophische Bibliothek 327. 2014. Mit einer Einleitung von Rüdiger Bubner und einem Anhang von Jan Garewicz. Unveränderter Print-on-Demand-Nachdruck der Ausgabe von 1981. XXIV, 204 Seiten.
978-3-7873-0510-0. Gebunden
EUR 46,00


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In den »Prolegomena«, von Moses Heß 1841 als der zukunftsträchtige Durchbruch zu einer neuen Epoche des Denkens erkannt und aufgenommen, unternahm der polnische Kosmopolit und Michelet-Schüler Cieszkowski bereits vor Marx den Versuch einer kritischen Aufhebung der Hegelschen Geschichtsphilosophie in die »Philosophische Tat«.

Cieszkowskis Forderung, den Standpunkt der bloßen, von Hegel auf ihren Höhepunkt getriebenen begreifenden Reflexion auf die bisherige Geschichte zu verlassen und an die »wirkliche Realisierung der erkannten Wahrheit«, d.h. an die tätige und vernunftgeleitete Gestaltung der »Zukunft« zu gehen, unterscheidet sich allerdings von der Marx‘ schen Forderung nach der revolutionären Veränderung der Welt.

Rüdiger Bubner arbeitet diesen Unterschied in seiner Einleitung systematisch heraus. Jan Garewicz erläutert in seinem Nachwort im Rekurs auf das Gesamtwerk, weshalb Cieszkowski den vom ihm geforderten Umschlag der Theorie in die Praxis nicht als einen Schritt der Abkehr von der Philosophie, sondern als deren Vollendung begriff.