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Presence in Absence

The Empty Studio as Self-Portrait


Zurück zum Heft: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 56. Heft 2
EUR 14,90


Seit der Epoche der Romantik bringen viele der Diskurse, die künstlerische Kreativität betreffen, den Künstler und seinen Arbeitsraum zusammen: Die Werkstatt wird als ein Spiegel des Künstlers und seines Werks angesehen, als ein Heiligtum, ein sozialer Raum oder eine Ausstellungsfläche. Ein populärer bildlicher Topos der Zeit war die Darstellung des leeren Ateliers. Der vorliegende Beitrag versteht das Bild des leeren Ateliers im 19. Jahrhundert als ein Selbstporträt des Künstlers. Er untersucht, wie die Darstellung des Raums und seiner Objekte dem Gemälde die Präsenz des Künstlers einschreiben und sein bzw. ihr künstlerisches  Selbstverständnis innerhalb der sich verändernden künstlerischen und sozialen Strukturen der Epoche wiedergeben.

From the Romantic era onward, many of the discourses surrounding artistic creativity have merged the artist and his working space: the place of work is viewed as the mirror of the man and his oeuvre, a sanctuary, a social or an exhibition space. A popular topos in this context was the view of the empty studio. This paper explores the 19th-century empty studio image as a self-portrait of the artist. It examines how the depictions of the space and its objects work to inscribe the artist’s presence, and to express his or her  artistic self-conception and identity within the changing artistic-social structures of the period.