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Philosophiegeschichtsschreibung in globaler Perspektive


Deutsches Jahrbuch Philosophie 09. 2017. 365 Seiten.
978-3-7873-3325-7. E-Book
DOI: https://doi.org/10.28937/978-3-7873-3325-7
EUR 35,99
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Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Philosophiegeschichtsschreibung – vom breiten Strom der europäischen Fachphilosophie weitgehend unbemerkt – zu einem globalen Projekt geworden. Während die Philosophiegeschichtsschreibung zur europäischen Philosophie sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zunehmend auf Europa konzentrierte und fast alle anderen Traditionen aus der Philosophie ausschloss, entstanden in verschiedenen Philologien sowie verschiedenen Ländern und Sprachen Philosophiegeschichtsschreibungen beispielsweise zur indischen, chinesischen, japanischen, afrikanischen, lateinamerikanischen, arabischen und jüdischen Philosophie, die bisher noch nicht übergreifend untersucht und in eine globale Perspektive gerückt worden sind.

In neuerer Zeit sind zudem verschiedene Versuche unternommen worden, Geschichten der Philosophie in globaler Perspektive zu entwerfen, die im englischsprachigen Bereich zumeist unter dem Titel „History of World Philosophies“ firmieren. Der vorliegende Band versammelt Analysen zu den verschiedenen Philosophiegeschichtsschreibungen, zur Entstehung der europäischen Philosophiegeschichtsschreibung und zum damit einhergehenden Ausschluss anderer Traditionen des Denkens und bietet darüber hinaus eine Übersicht global orientierter Philosophiegeschichten, eine Forschungsbibliographie zum Gesamtthema und eine Bibliographie zur Philosophiegeschichtsschreibung in japanischer Sprache.

Der Band eröffnet erstmals philologisch rückgebunden ein globalisiertes Bild der Philosophiegeschichtsschreibung, das es in vielfältiger Weise weiter zu erforschen gilt.
"Der besondere Wert des spannenden Bandes liegt nicht nur darin, daß er letztlich ein entschiedenes Plädoyer für Mehrsprachigkeit in der Philosophie darstellt [...] Es dürfte unstreitig sein, daß eine Philosophie, die sich als Philosophie für die Welt versteht, den Impulsen gegenüber aufgeschlossen sein sollte, die hier in großer Fülle, wenn auch manchmal notgedrungen skizzenhaft, vorgestellt werden. Denn es eröffnen sich hier vielfältige Perspektiverweiterungen durch bessere Kenntnis des Anderen und auch durchaus Fremden, aber eben auch durch präzisere Erkenntnis der eigenen Denkvoraussetzungen, die eben immer auch einen Teilgrund in der Weite oder Enge des eigenen sprachlichen Repertoires haben." Till Kinzel, Informationsmittel (IFB) : digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft

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