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Opera omnia. Volumen XVII/6. Sermones II, Fasciculus 6

(Sermones LXXVI-CXXI)


Herausgegeben von Heidi Hein und Hermann Schnarr
Nicolai de Cusa opera omnia 17-6. 2008. Seiten 463-609 + 4.
978-3-7873-1732-5. Kartoniert
EUR 198,00


Der Faszikel der Sermones umfaßt die Predigten der Legationsreise 1451/52 sowie zwei in Koblenz gehaltene Predigten - die letzten, von denen wir wissen, daß Nikolaus von Kues sie diesseits der Alpen gehalten hat.

Die erste Predigt, Sermo LXXVI, ist eine Nachschrift einer in Wien im März 1451 gehaltenen Erklärung des Vaterunsers in deutscher Sprache, was darauf hindeutet, daß Nikolaus vor und während der Legationsreise auch auf Deutsch gepredigt hat, obwohl uns seine Entwürfe in Latein überliefert sind.

Die übrigen, lateinischen Predigtentwürfe sind meist in nur zwei Handschriften überliefert. Der Entwurfcharakter der Texte wird dabei besonders deutlich. Neben längeren Textpassagen sind oft nur Gliederungspunkte, Stichworte und kurze Hinweise notiert, was sich aus der jeweiligen Situation erklären mag; manchmal reichte zur Vorbereitung und Ausarbeitung kaum die Zeit. Josef Koch bezeichnete die Sermones als "Niederschriften seiner einsamen Betrachtungen, die er während der Nachtzeit oder am frühen Morgen in dem jeweiligen Hospitium anstellte". Für groß angelegte thematische Predigten war die Situation der Legationsreise nicht geeignet; daß man seinen Predigten trotzdem gern zuhörte, beweisen Berichte in den Chroniken der Zeit.