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Opera omnia. Volumen XVII/2. Sermones II, Fasciculus 2

(Sermones XL-XLVIII)


Nicolai de Cusa opera omnia 17-2. 1991. Seiten 119-212 + 4.
978-3-7873-0970-2. Kartoniert
EUR 136,00


In diesem Faszikel erscheinen erstmals die neun Predigten im Druck, die Nikolaus von Kues in der Zeit vom 11. November 1444 bis zum 6. Januar 1445 in Mainz, der damaligen Basis seiner Bemühungen um die Wiedereinung der deutschen Fürsten mit dem Papste, gehalten hat.

Die erste dieser Predigten galt der Feier des Kirchenpatrons St. Martin im Mainzer Dom. - In der 2. Predigt "Confide filia!" vergleicht er im Prothema in volkstümlicher Religionsdidaktik seine Predigt-Aufgabe mit dem Bestreben eines Bäckers, sich auf die verschiedenartigen Bedürfnisse seiner Abnehmer einzustellen, um alsdann den verschiedenen Ständen die Teilnahme des Christen an der einzigartigen Fülle des Lebens, der Einsicht und der inkarnierten Liebe Gottes in Christus, im christlichen Glauben, Hoffen und Lieben darzustellen.

Die sieben weiteren Predigten stehen im Wesentlichen unter ein und dem selben Motto: "Dies sanctificatus illuxit nobis". Jesus Christus ist dieser "geheiligte Tag". Die Predigten gipfeln in der zum Epiphaniefest, und dort in einer Sinndeutung des Namens "Jesus", in dem Nikolaus Sinn und Ziel aller Benennungen (Gottes, der Welt und unseres eigenen menschlichen Lebens) zusammengefaßt sieht. So sind alle Sermones dieses ersten "Mainzer" Faszikels zunehmend auf Christus hin zentriert. Sie bieten deutlicher als die frühesten Aufzeichnungen vielerlei Einblicke in die geistige "Werkstatt" des Cusaners, vor allem in seine unermüdlichen Bemühungen um die Verlebendigung und möglichst einsichtige Mitteilung dessen, was ihm seine theologische Meditation eingebracht hat.