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Opera omnia. Volumen XI/1

De beryllo


Nicolai de Cusa opera omnia 11-1. 1988. Editionem funditus renovatam atque instauratam curaverunt Iohannes G. Senger et Carolus Bormann. XXXIV, 148 Seiten.
978-3-7873-0749-4. Kartoniert
EUR 148,00


Hauptthemen der Schrift De beryllo sind coincidentia oppositorum und das Streben nach Gotteserkenntnis. Die Koinzidenz wird durch einen Vergleich erläutert: Wird ein Beryll zugleich konkav und konvex geschliffen, dann ermöglicht er, zuvor Unsichtbares zu sehen. Wenn den Augen der Vernunft ein vernunftgemäßer Beryll, der die größte und kleinste Form zugleich hat, richtig angepaßt wird, dann wird durch seine Vermittlung der unteilbare Ursprung von allem berührt, aber nicht erfaßt; die coincidentia oppositorum ermöglicht eine nicht begreifende Schau Gottes. Dieser Grundgedanke wird im Ausgang von mathematischen Beispielen und in fortwährender Auseinandersetzung mit anderen Philosophen und Theologen erläutert.

Für die zweite Auflage wurde der Text auf der Grundlage von vier Handschriften konstituiert; der früheste Textzeuge, codex Yale 334, war dem Herausgeber der ersten Auflage des Beryll unbekannt. Berücksichtigt wurden auch die frühen Druckausgaben. Dem Text sind beigegeben: Variantenapparat, Quellen- und Parallelennachweise, Testimonienverzeichnis; ausführliche Adnotationes vervollständigen Quellen und Parallelen und enthalten darüber hinaus Beiträge zur Begriffsgeschichte. Die Einleitung gibt Aufschluß über Ort und Zeit der Abfassung sowie über die Textzeugen und begründet die Konstitution des Textes; Indices bilden den Abschluß der Ausgabe.