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Kontemplation als Korrektiv

Schopenhauers »Metaphysik des Schönen« ist betontermaßen keine Ästhetik, sondern eine Untersuchung des Schönen, dessen Wahrnehmung interesselos ist. Zentral ist dabei die Kontemplation als Form eines reinen Erkennens. Aus den Handschriften erarbeitete Studienausgabe eines wichtigen, viel zu wenig beachteten Teils des Gesamtwerks. Philosophische Bibliothek Band 703. L, 254 Seiten, 28,90 Euro.

11/29/2018
Von den Vorsokratikern bis Sartre

Norbert Schneider gibt in seinem von leichter Hand und gut verständlich geschriebenen Grundriss eine materialreiche Darstellung der Geschichte der Metaphysik von den frühesten griechischen Philosophen bis ins 20. Jahrhundert. In einem umfangreichen Glossar werden zusätzlich die wichtigsten Begriffe, Kategorien und Denkansätze lexikalisch erläutert. Die breit angelegte Bibliographie bietet Orientierung und einen Einstieg in die Forschung. 566 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 78 Euro.

11/29/2018
Verwerfung von Realität

»Alternative facts«, die paradoxe Wortschöpfung der amerikanischen Präsidentenberaterin Kellyanne Conway, sind für die Kultur- und Medienwissenschaft eine Herausforderung – nicht nur politisch, sondern auch epistemologisch. Zwar ist ein Faktum eben ein Faktum, weil es dazu keine Alternativen gibt. Andererseits ist es seit dem Linguistic Turn ein zentrales Anliegen der Wissenschaftssoziologie, die soziale Konstruiertheit wissenschaftlicher Tatsachen zu beforschen. Der Schwerpunkt des jüngsten Hefts der Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung beschäftigt sich mit diesem Dilemma – und dem perfiden Effekt, dass »alternative Fakten« uns dahin treiben könnten, die Rettung in einer Rückkehr zu positivistischen Wahrheitskonzepten zu suchen.

11/27/2018
Göttlicher Plan und menschliche Freiheit

In seinem religionsphilosophischen Hauptwerk »Göttlicher Plan und menschliche Freiheit« entwickelt Luis de Molina (1535-1600) eine umfassende Theorie der Vereinbarkeit göttlicher Vorsehung und Allwissenheit mit menschlicher Freiheit. Bis heute gilt sein Ansatz als einer der geistreichsten Texte zum Thema Willensfreiheit. Philosophische Bibliothek Band 695. Lateinisch-Deutsch. CLXXVIII, 283 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag. 48,00 Euro.

11/19/2018
Kritische Reflexionen zum Liebesbegriff

In ihrem frühen Werk »Der Liebesbegriff bei Augustin« (1928) analysiert Hannah Arendt in Auseinandersetzung mit einer der Hauptfiguren der christlichen Kirche die Liebe als zwischenmenschliches und gesellschaftliches Phänomen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit wir zu einer Liebe befähigt sind, die uns als gemeinschaftliche Wesen ausweist. Philosophische Bibliothek Band 688. LXVIII, 174 Seiten. 22,90 Euro

11/19/2018