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Metaphysik und ihre Kritik bei Hegel und Derrida


Hegel-Studien, Beiheft 65. 2016. 392 Seiten.
978-3-7873-2982-3. E-Book
EUR 109,99
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Die Rede von einem Ende, einem Niedergang oder auch einer Überwindung der Metaphysik gehört zu den am weitesten verbreiteten Topoi in der Philosophie und über sie hinaus in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Im Spannungsfeld zwischen Metaphysik und ihrem angeblichen Ende werden Hegel und Derrida häufig als Repräsentanten der Extreme betrachtet: Während Hegels System wegen seines universalen Welterklärungsanspruchs der Ruf anhaftet, der letzte metaphysische Großentwurf in der europäischen Geistesgeschichte zu sein, wird Derrida oft als Protagonist einer Variante nachmetaphysischen Denkens wahrgenommen, die von einem dezidiert anti-hegelschen Geist getragen ist. Aufgrund einer Analyse der derridaschen Auseinandersetzung mit Hegel zeigt die Studie, dass die verbreitete Entgegensetzung von Hegels vermeintlich metaphysischer und Derridas angeblich postmetaphysischer, hegelfeindlicher Position nicht haltbar ist. Tatsächlich vertreten nicht nur beide metaphysikkritische Positionen, Hegel nimmt außerdem wesentliche sprachbezogene und differenztheoretische Aspekte der Metaphysikkritik Derridas vorweg.
"Die klare und der Sache angemessene Tektonik der Untersuchung besticht ebenso wie eine genaue Kenntnis der Literatur, sowohl im angelsächsischen als auch im deutsch- und französischsprachigen Zusammenhang. In Klarheit, systematischer und problemgeschichtlicher Präzisierung setzt diese Arbeit Maßstäbe. [...] In der Verbindung von systematischer Durchdringung der metaphysischen Problematik mit Text- und Problemrekonstruktionen setzt Schüleins Buch neue Standards." Harald Seubert, Philosophisches Jahrbuch, 124. Jahrgang / I (2017)
"Schüleins Buch enthält sowohl für Kenner Derridas als auch für Kenner Hegels zahlreiche interessante und wertvolle Einsichten. Auch wer Derrida und den Eigentümlichkeiten seiner Texte und Vorgehensweisen skeptisch gegenübersteht, bekommt die Möglichkeit dank sorgfältiger Rekonstruktion und regelmäßigen Zwischenresümees und Präsentation von Teilergebnissen der Studie durch die Dunkelheiten von Derridas Sprache zu folgen." Tim Rojek, Philosophischer Literaturanzeiger 70 / 4 / 2017

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