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Immanuel Kant. Kritik der Urteilskraft


2014. Herausgegeben vom Museum Ludwig. Verlegt bei Felix Meiner. Mit 200 Abbildungen und dem vollständigen Text von Immanuel Kant in der Ausgabe von Heiner F. Klemme. Anlässlich der Andrea-Büttner-Ausstellung "2" im Museum Ludwig (05.09.14 - 15.03.15). 608 Seiten.
978-3-7873-2759-1. Gebunden
EUR 38,00
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Kants sog. "dritte Kritik" ist ein anspruchsvolles und komplexes, zunächst verwirrendes Werk. Das Buch beginnt mit der Frage, ob dem Gebrauch der Urteilskraft eigentlich (wie im Falle des Verstandes und der Vernunft) apriorische Prinzipien zugrunde liegen, stellt eine Theorie des ästhetischen Urteils auf, analysiert das Schöne wie das Erhabene, fragt nach dem Verhältnis zwischen ästhetischem Urteil und moralischem Gefühl und endet schließlich mit einem Ausblick auf Theologie und Religion.

Wie immer man Kants Absicht beurteilen mag, mit diesem Werk die Kluft zwischen Verstand und Vernunft durch die reflektierende Urteilskraft zu überbrücken, die Ästhetik und Teleologie fundiert und sie in eine enge Verbindung mit Erkenntnistheorie und Moral bringt, die "Kritik der Urteilskraft" von 1790 enthält zahlreiche Beobachtungen und Lehrstücke, die auf großes Interesse stießen und auch heute noch als wegweisend empfunden werden. Nicht zuletzt stellt sie den Versuch dar, ein Verfahren zu benennen, durch welches wir in eine gemeinsame ästhetische Welt treten können.

Die international bekannte Künstlerin Andrea Büttner setzt sich in ihrer Arbeit auf eine ganz eigene, künstlerische Weise mit Kants dritter Kritik auseinander: Sie fragt nach dem Kosmos aus Bildern, Metaphern, naturwissenschaftlichen Beispielen und zeitgenössischen Vorstellungen, die Kants Werk bei aller analytischen Schärfe bevölkern. Indem sie dem Kantischen Text jeweils auf der gegenüberliegenden Seite Abbildungen gegenüberstellt (historische, teils aus Kants Bibliothek stammende, aber auch Fotos aus der heutigen Welt), versucht sie die Bilder- und Vorstellungswelt sichtbar zu machen, vor deren Hintergrund Kants kritisches Werk geschrieben wurde und die in den Text Eingang fand.

Der Band enthält den vollständigen Text der "Kritik der Urteilskraft", wie er in der Philosophischen Bibliothek (Band 507) von Heiner Klemme herausgegeben wurde, illustriert von Andrea Büttner.

Das Künstlerbuch erscheint in Kooperation mit dem Museum Ludwig, Köln, das im September 2014 parallel eine große Werkschau von Andrea Büttner gezeigt hat.
Es ist das Nächstliegende, aber soweit ich sehe noch nie getane: eine illustrierte Ausgabe von Kants Kritik der Urteilskraft. [...] Wie soll man sich dem Zauber dieser Assoziation entziehen?
Arno Widmann, Perlentaucher.de, 01.11.2015

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