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Grundriss Wissenschaftsphilosophie

Die Philosophien der Einzelwissenschaften


Herausgegeben von Simon Lohse und Thomas Reydon
2017. 658 Seiten.
978-3-7873-2986-1. gebunden
EUR 78,00


Der »Grundriss Wissenschaftsphilosophie« bietet einen einführenden Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand der verschiedenen Philosophien der Einzelwissenschaften. Er richtet sich sowohl an fortgeschrittene Studierende und graduierte Philosophinnen und Philosophen als auch an praktizierende Forscherinnen und Forscher in den verschiedenen Einzelwissenschaften.


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Der Band bietet eine breite Einführung in die Wissenschaftsphilosophie, die sich (anders als die meisten verfügbaren Einführungen) nicht auf bestimmte Themen oder Diskussionslinien der allgemeinen Wissenschaftstheorie beschränkt, sondern die Philosophien der Einzelwissenschaften separat in den Blick nimmt.

Insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten sind die Philosophien der Einzelwissenschaften unter dem Dach der Wissenschaftsphilosophie zunehmend zusammengewachsen als gleichberechtigte, analog strukturierte und oft aufeinander bezogene Arbeitsfelder, die eigenständig, aber in wechselseitigem Bezug auf die allgemeine Wissenschaftsphilosophie diskutiert werden. Eine Folge dieser Entwicklung ist, dass sich die wichtigsten wissenschaftstheoretischen Debatten immer stärker in den Philosophien der Einzelwissenschaften abspielen.
An diesen Stand der internationalen Diskussion schließt der Band an, der in mehrfacher Hinsicht eine Lücke füllt: Herkömmliche Überblickswerke behandeln oft theoretische Fragestellungen, die sich nur auf bestimmte Wissenschaftsgebiete beziehen lassen, wobei die wissenschaftliche Praxis oft nur als Beispielreservoir für die Theorie dient.

Demgegenüber liegt diesem Band ein breites Wissenschaftsverständnis zugrunde, das alle akademischen Arbeitsbereiche umfasst: neben den Natur- und Lebenswissenschaften etwa auch die Sozial- und Geisteswissenschaften, Rechts- und Ingenieurswissenschaften, Literaturwissenschaften, Geo- und Umweltwissenschaften, Psychologie und Ökonomie. Ausgangspunkt ist die philosophische Untersuchung der einzelnen Wissenschaften mit ihren je eigenen Methoden, Standards und Zielen.

Mit Beiträgen von Richard Bradley, Chris J.J. Buskes, Uljana Feest, Eugen Fischer, Roman Frigg, Jens Greve, Sven Ove Hansson, Catherine Herfeld, Wolfram Hinzen, Dietmar Hübner, Lara Huber, Lara Keuck, Tobias Klauk, Maarten G. Kleinhans, Tilmann Köppe, Meinard Kuhlmann, Simon Lohse, Holger Lyre, Henk de Regt, Julian Reiss, Thomas Reydon, Joachim Schummer, Katie Steele, Erica Thompson, Sven Walter, Charlotte Werndl, Torsten Wilholt, Christian Wüthrich, Benno Zabel und einem ausführlichen Index.
"Die Verfasserinnen und Verfasser aus dem internationalen Autorenteam geben für jede Einzelwissenschaft einen ebenso kompetenten wie kompakten Überblick über die Ideengeschichte der jeweiligen Wissenschaftsphilosophie, die ontologischen, epistemologischen und methodologischen Spezifika des Fachs sowie aktuelle Tendenzen der (Meta-)Forschung. Besonders dort, wo sich viele Vertreter unterschiedlicher Forschungsgebiete treffen, wird der Band einen großen Nutzen stiften – ich denke an die kleinen, aber zumeist sehr feinen Bibliotheken von katholischen Bildungshäusern und Studenten- bzw. Hochschulgemeinden." Josef Bordat, Jobo72's Weblog, 16.03.2017
"Es handelt sich bei dem vorliegenden Werk um ein sehr informatives und anregendes Produkt, das nicht nur den Vertretern einer bestimmten Fachwissenschaft einen ersten Einblick in die mit ihrem Fach verbundenen philosophischen Fragen ermöglicht. Es ist aber auch deshalb so lesenswert, weil man sich hier auch als Fachfremder einen wenigstens rudimentären Überblick über philosophische Dimensionen ganz anderer Wissenschaftsbereiche verschaffen kann." Till Kinzel, Informationsmittel (IFB) : digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft, 06.07.2017
"Hervorragend" Walter Eisenwort, APA – Austria Presse Agentur, 01.08.2017
"Ein Buch ohne Vorläufer im deutschsprachigen Raum. [...] Es wird nicht länger über die Fachwissenschaften hinwegphilosophiert, sondern die Eigenständigkeit der jeweiligen Wissenschaften ernst genommen." Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau, 02.08.2017