Solange es die Welt gibt, ermöglicht jedes Ende einen neuen Anfang

  • 18.06.2026
Weltuntergang. Eine Meditation

»Weltuntergang« ist ein großes Wort, und nur die deutsche Sprache kennt es. Anderswo spricht man von der Apokalypse und vom Ende der Welt. Seit dem Abwurf der nuklearen Bombe Mitte des 20. Jahrhunderts ist das Konzept reale Möglichkeit. Die Endzeiterwartung des frühen Christentums wiederum – Apokalypse als Erlösung – scheint uns heute eigentümlich fremd. Stattdessen entwickelte sich eine charakteristisch moderne Form des Weltverhältnisses: Wenn die Zukunft bedroht ist, wird die Gegenwart zum Ort der Entscheidung. Raum für Hoffnung bleibt dennoch, selbst nach dem Untergang des Abendlandes (Spengler) und dem Ende der Geschichte (Fukuyama). Florian Baab lädt dazu ein, einen Denkweg mitzugehen, der einige Gewissheiten in Frage stellt. Der Autor kann zeigen, wieso es auch heute Gründe genug zur Hoffnung gibt. Denn klar ist: Die Welt bleibt nie, wie sie war. Der Wandel ist Teil ihres Wesens. Ihr Ende nicht. 

Florian Baab, »Weltuntergang. Eine Meditation«. Blaue Reihe. 138 Seiten. Kartoniert. 19,90 €.

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