Das letzte Jahrzehnt hat mit »Fridays For Future«, »Extinction Rebellion« und der »Letzten Generation« große klimapolitische Bewegungen hervorgebracht, deren Protestaktionen nicht nur auf der Straße für Aufmerksamkeit sorgten, sondern auch in Sozialen Medien intensiv vor- und nachbereitet werden. So wie es zum Wesen von Protesten gehört, gesellschaftliche Konfliktpositionen zuzuspitzen und greifbar zu machen, scheint es für Soziale Medien charakteristisch, die Figuration agonaler bis antagonistischer Positionierung weiter zu intensivieren. Dabei kommt es gleichermaßen zur Herausbildung neuer affektiver Praktiken und Diskursstrategien sowie zur Anpassung vertrauter Emotionsregister für den digitalen Raum. Hierzu bündelt das Schwerpunktheft Beiträge aus einer dezidiert interdisziplinären Perspektive.
Affektive Praktiken im digitalen Klimaaktivismus
- 17.02.2026
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