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Ethik und Ökonomie in Hegels Philosophie und in modernen wirtschaftsethischen Entwürfen


Hegel-Studien, Beiheft 49. 2008. 298 Seiten.
978-3-7873-1866-7. Kartoniert
EUR 86,00


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Die Verfasserin untersucht mit dem Verhältnis von Ethik und Ökonomie ein höchst aktuelles Thema und zeigt, wie Hegels Bestimmungen dieses Verhältnisses für heutige Bemühungen wegweisend sein können.

In lebhafter, eingängiger, zugleich klarer und sehr kundiger Darstellung werden Hegels differenzierte ökonomische Studien sowie seine ethische Kritik an einer verselbständigten Ökonomie in der bürgerlichen Gesellschaft erörtert. Hegels zielsichere ethische Kritik an solcher Ökonomie, aber auch seine spätere Einordnung der Ökonomie und der bürgerlichen Gesellschaft in den Staat als sittliches Ganzes werden überzeugend aufgewiesen.

Die Autorin erörtert weiterhin anhand dreier exemplarischen Positionen der modernen Wirtschaftsethik (Koslowski, Homann und Ulrich), wie deren Bezüge zu Hegel und deren eigene Auffassungen hinsichtlich des Verhältnisses von Ethik und Ökonomie kritisch zu beurteilen sind und wie demgegenüber im Ausgang von Hegel die Bedeutung der Ethik für die Ökonomie neu zu bestimmen ist.

Die kundige und perspektivenreiche Schrift spricht sowohl Hegel-Forscher als auch einen weiteren Kreis von systematisch Interessierten an, denen das Verhältnis von Ethik und Ökonomie ein philosophisches Problem ist.

Inhalt:
Vorwort – Einleitung – I. Der wirtschaftliche Reichtum im Kontext von Religion, Ethik und Politik in Hegels früher philosophischer Phase (1785–1797) – A. Die Berücksichtigung der sinnlichen Bedürfnisse in Religion und Ethik in den Berner Schriften – B. Die Liebe als ethisches Prinzip und ihr Verhältnis zum Eigentum in Hegels Frankfurter Schriften – II. Die wirtschaftliche Sphäre der Bedürfnisse und der Arbeit innerhalb Hegels Konzeption der Sittlichkeit in seiner Jenaer Phase (1801–1807) – A. Die frühe Substanzmetaphysik als Grundlegung der Wissenschaften – B. Hegels frühe systematische Ethik und die Kritik am bourgeois im Naturrechtsaufsatz von 1802 – C. Die Ökonomie und das Prinzip der Subjektivität in Hegels zweiter Jenaer Phase (1803/04–1807) – III. Die ethische Verantwortung der bürgerlichen Gesellschaft in Hegels reifer Philosophie – A. Die theoretischen Grundlagen der bürgerlichen Gesellschaft – B. Die bürgerliche Gesellschaft als formale Allgemeinheit – C. Die wirtschaftenden Stände und die Kritik an deren politischem Misstrauen – D. Der ethische Staat als Maßstab der Kritik an der Ökonomiegesellschaft – IV. Die moderne Wirtschaftsethik vor dem Hintergrund der Hegelschen Philosophie – A. Die formale Koordination im Zentrum der Ethischen Ökonomie von Peter Koslowski – B. Die Vorteils-Ökonomik von Karl Homann als wirtschaftsethischer Entwurf – C. Die zivilisierte Bürgergesellschaft als das wirtschaftsethische Paradigma von Peter Ulrich – Schluss. Zum Problem der Fundierung einer Ethik der Wirtschaft – Siglenverzeichnis – Literaturverzeichnis – Sachregister – Namensregister

In short, Neschen's work is a timely reminder that Hegel's philosophy [...] extends deep into political economy. Above all, it directs our attentions to the pathological consequences of disconnecting ethics from economics.
Thomas Klikauer in International Journal of Social Economics (no. 39,7)

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