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Epistemologie freien Denkens

Die logische Idee in Hegels Philosophie des endlichen Geistes


Hegel-Studien, Beiheft 47. 2004. X, 290 Seiten.
978-3-7873-1675-5. Kartoniert
EUR 98,00


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Kant hat die Freiheit zum Schlußstein seines Systems theoretischer und praktischer Vernunft erklärt. Deshalb kann Freiheit bei ihm nicht nur ein Thema der praktischen, sondern muß auch eines der theoretischen Philosophie sein. In diesem Kontext ist Freiheit die Spontaneität der synthetischen Einheit der Apperzeption, gegebenes Mannigfaltiges nach eigenen Regeln zu Vorstellungen von Objekten zu synthetisieren.
In kritischer Auseinandersetzung mit Kants Philosophie entwickelt Hegel in seiner Begriffslogik eine Lehre vom Denken, dessen wesentliches Merkmal es ebenfalls ist, frei zu sein. Insofern entwickelt die Begriffslogik eine Epistemologie freien Denkens. Damit entscheidet sich Hegel in den nachkantischen Debatten für Kant und gegen den von Schelling in die Diskussion zurückgebrachten Spinozismus. In der Lehre vom subjektiven Geist zeigt Hegel, wie wir als endliche Geister, die über ihren Leib allemal auch Naturwesen sind, stufenweise die Freiheit erreichen, die den logischen Begriff kennzeichnet.

Inhaltsverzeichnis:
Einleitung – I. Das Programm der Begriffslogik: Durch eine kritische Darstellung der Kantischen Transzendentalphilosophie soll die Freiheit reinen Denkens begründet werden – II. Der Begriff der logischen Idee als solcher und die logische Idee des Lebens – III. Logische Idee des Erkennens und Vernunfterkenntnis des Praktischen in der Phänomenologie des Geistes – IV. Epistemologische Funktion der logischen Ideen des Erkennens in Hegels Philosophie des endlichen Geistes – Nachwort – Literaturverzeichnis – Primärliteratur – Sekundärliteratur