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Entwurf der Methode

Mit der Dioptrik, den Meteoren und der Geometrie


Herausgegeben von Christian Wohlers
Philosophische Bibliothek 643. 2015. Übersetzt und herausgegeben von Christian Wohlers. LXXVI, 473 Seiten.
978-3-7873-2778-2. Kartoniert
EUR 28,90


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Der 'Discours de la Méthode', 1637 anonym publiziert, gilt als das erste und wirkmächtigste Manifest des neuzeitlichen Rationalismus und wissenschaftlichen Methodenbewusstseins.

Beachtenswerter noch als die von Descartes angeführten vier Regeln selbst, die er als die Grundregeln für die methodische Erlangung wahrer Erkenntnis hervorhebt, erscheint aus heutiger Sicht die autobiographische Perspektive, aus der heraus der Autor das breite Publikum dafür gewinnen will, ihm auf seinem Wege zu folgen, der ihn zu der Entdeckung einer universalen wissenschaftlichen Methode und von lediglich auf die autonome Vernunft gegründeten metaphysischen Prinzipien aller Wissenschaften geführt habe.

Nach der 2011 erschienenen zweisprachigen Neuausgabe des 'Discours' (PhB 624), die sich – wie beinahe alle später verbreiteten Ausgaben – auf den Kerntext der Schrift beschränkt, also den 'Entwurf der Methode seine Vernunft richtig zu leiten und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen', folgt jetzt die erste vollständige Ausgabe des Werks in deutscher Übersetzung, die auch die der Erstausgabe von 1637 angefügten drei Proben (Essais) der Anwendung dieser Methode auf Gegenstände der wissenschaftlichen Erkenntnis umfasst: die Versuche zur Dioptrik, zu den Meteoren und zur Geometrie. Das Ziel dieser Versuche ist nicht, den Lesern zu erklären, was Meteore sind oder wie Licht sich in durchsichtigen Medien verhält, sondern auf drei besonders »kuriosen« Gebieten, die stellvertretend angeführt werden, den Nachweis zu erbringen, dass diese Methode – als universale Methode – allen anderen überlegen ist: Die neue Methode ist universal, weil sie auf alle möglichen Gegenstände unseres Wissens angewendet werden kann.
"Eine der erfreulichsten Erscheinungen auf dem philosophischen Buchmarkt ist die Neuübersetzung der Werke von Descartes in der Philosophischen Bibliothek des Meiner-Verlags. Diese im frischen grasgrün gebundenen Bücher machen in der neuen gelungenen Übersetzung von Christian Wohlers die zentralen Texte eines der bedeutendsten neuzeitlichen Philosophen zugänglich, teilweise in zweisprachigen Ausgaben. [...] "Wie bei allen Bänden der Philosophischen Bibliothek bietet auch dieser wertvolle Hilfestellungen zum Verständnis des Textes. Die Einleitung informiert kundig über die Entstehungsgeschichte des Werks und macht z.B. auch darauf aufmerksam, wie genau sich Descartes überlegte, wie er seine jeweiligen Schriften nennen wollte." [...] "Es dürfte sich von selbst verstehen, daß der Band in jede gut sortierte philosophische Bibliothek gehört."
Till Kinzel in den "Informationsmittel" (IFB)
"... Wohlers, der sich schon seit einigen Jahren durch stilistisch elegante und sachlich genaue Neuübersetzungen von Descartes' Werken als einer der besten Kenner des französischen Philosophen ausgewiesen hat."
Manfred Geier in der Süddeutschen Zeitung am 30. August 2013
"... überdies hat Christian Wohlers seiner Übersetzung eine exzellente Einführung vorangestellt, mit der man sich manche Umwege auf dem tiefen Gelände der Descartes-Literatur erspart."
Helmut Mayer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 9. August 2013

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