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Discours de la Méthode

Im Anhang: Brief an Picot; Adrien Baillet: Olympica


Herausgegeben von Christian Wohlers
Philosophische Bibliothek 624. 2011. Französisch-deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Christian Wohlers. LXXVII, 218 Seiten.
978-3-7873-2148-3. Kartoniert
EUR 9,90


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Der 'Discours de la méthode', 1637 anonym publiziert, gilt als das erste und wirkmächtigste Manifest des neuzeitlichen Rationalismus und wissenschaftlichen Methodenbewußtseins.
Beachtenswerter noch als die von Descartes angeführten vier Regeln selbst, die er als die Grundregeln für die methodische Erlangung wahrer Erkenntnis heraushebt, erscheint aus heutiger Sicht die autobiographische Perspektive, aus der heraus der Autor das breite Publikum dafür gewinnen will, ihm auf seinem Wege zu folgen, der ihn zu der Entdeckung einer universalen wissenschaftlichen Methode und von lediglich auf die autonome Vernunft gegründeten metaphysischen Prinzipien aller Wissenschaften geführt habe.

Die Neuausgabe bietet neben dem französischen Text und einer völlig neu erstellten deutschen Übersetzung die erstmals ins Deutsche übersetzte frühe Traumerzählung 'Olympica 'sowie den späten 'Brief an Picot', der 1647 der französischen Ausgabe der 'Principia philosophiae 'vorangestellt war - beide geben wichtige Zeugnisse der Selbsterläuterung Descartes' ab. Mit der Einbeziehung dieser Supplemente spannt der Band einen Bogen von Descartes' frühesten Texten von 1619 über den 'Discours 'von 1637 bis zu den 'Principes 'von 1647 und dokumentiert so die Stadien der Entwicklung seines Denkens.

Die Einleitung des Herausgebers zielt auf den Nachvollzug und die Aufhellung, wie der programmatische Ansatz Descartes' "von außen" einzuschätzen ist, was die Entwicklung dieses Denkens "von innen" bestimmte - und was uns Descartes verschwieg.

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