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Die Produktivität der Kunst – Der poietische Charakter der Kunst nach Ernst Cassirer


Zurück zum Heft: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 58. Heft 2
EUR 14,90


Der Aufsatz widmet sich der Rekonstruktion der kunsttheoretischen Position Ernst Cassirers vor dem Hintergrund der systematischen Frage nach dem Beitrag, den Kunst für das  menschliche Weltverhältnis zu leisten vermag. Cassirer, so die These, sieht die produktive Leistung von Kunst wesentlich darin, dass wir in Auseinandersetzung mit Kunstwerken neue sinnliche Wahrnehmungsfähigkeiten ausbilden. Er skizziert diesen Gedanken im Versuch über den Menschen entlang dreier zentraler Bestimmungen von Kunst. Der Aufsatz argumentiert dafür, dass Cassirers Begriff einer produktiven Kunst nur verständlich wird, wenn man zeigt, wie diese drei Bestimmungen begrifflich zusammenhängen. Ausgehend von diesen drei Bestimmungen entfaltet der Aufsatz zudem drei Kriterien, denen ein zufriedenstellender Begriff einer produktiven Kunst genügen muss.

This paper aims to reconstruct Ernst Cassirer’s theory of art against the backdrop of the systematic question of what overall contribution art can make to man’s relationship to the world. It will be shown that for Cassirer, the productive benefit of art is essentially developing new sensuous skills of perception when interacting with art. In Essay on Man Cassirer gives three central determinations to sketch out this idea. This paper argues that in order to render Cassirer’s concept of productive art intelligible, one has to show how these determinations are conceptually interrelated. Moreover, based on these three determinations this paper will outline three criteria that a satisfactory concept of productive art has to meet.