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Die Philosophie des Marktes - The Philosophy of the Market


Deutsches Jahrbuch Philosophie 7. 2016. 328 Seiten.
978-3-7873-3012-6. Kartoniert
EUR 68,00


Der Band versammelt Originalbeiträge namhafter Autoren aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Österreich, Kanada und den USA. Er ist hervorgegangen aus einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Tagung zur Philosophie des Marktes, die das Seminar für Philosophie der Technischen Universität Braunschweig in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Philosophie ausgerichtet hat.


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Noch vor wenigen Jahrzehnten galten Märkte als Institutionen, mit denen sich Probleme in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen effizient und zum Vorteil aller Bürgerinnen und Bürger lösen lassen. Diese Einschätzung ist inzwischen einer anderen gewichen: Seit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise im Jahre 2008 werden Märkte zunehmend als Institutionen wahrgenommen, die gesellschaftliche Probleme nicht lösen und soziale Missstände erzeugen. Es ist deshalb keine Überraschung, dass Fragen des Marktes von Philosophinnen und Philosophen wieder verstärkt aufgegriffen und diskutiert werden.

Dieses Buch möchte zur Klärung, Erörterung und Beantwortung der begrifflichen, sozialtheoretischen, moralpsychologischen und ethischen Fragen, mit denen uns die globalen Märkte gegenwärtig konfrontieren, beitragen und zugleich neues Licht auf die Theorien klassischer Vertreter der Philosophie des Marktes (wie Adam Smith, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Marx oder John Stuart Mill) werfen. Ihm liegt die Erwartung zugrunde, dass diese Theorien für die heutige Politische Philosophie und Sozialphilosophie auch systematisch bereichernd sind.

Mit Beiträgen von Andrew Buchwalter, Simon Derpmann, Martin Hartmann, Lisa Herzog, Heinz D. Kurz, Douglas Moggach, Birger P. Priddat, Michael Quante, Emmanuel Renault, Michael Schefczyk, Hans-Christoph Schmidt am Busch, Edward Skidelsky und Christopher F. Zurn.

"Die Begründung ist klug: Bei Smith, Hegel und anderen Klassikern werde die den Marktwirtschaften innewohnende Spannung zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Zugehörigkeit nicht aufgelöst. Marx hingegen habe sie aufgelöst zugunsten der gesellschaftlichen Zugehörigkeit. „Das hat nicht funktioniert.“ Das wäre also, wenn man so will, die Botschaft dieses Bandes – sowohl an Neoliberale wie auch an Neo-Marxisten: dass wir diese Spannung aushalten und immer wieder neu austarieren müssen." Martin Jasper, Braunschweiger Zeitung, 10.05.2017