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Die Gottesfrage im Denken Martin Heideggers


Blaue Reihe. 2011. 239 Seiten.
978-3-7873-2186-5. E-Book
EUR 17,99


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Die Gottesfrage ist für Heidegger eine echte Aufgabe des Denkens gewesen und geblieben, mit der er spannungsreich und teils versteckt bis zu seinem Ende gerungen hat: nüchtern, mit letzter Energie, verzweifelt und hoffnungsvoll.

In Anknüpfung an Hölderlins Frage: "... und wozu Dichter in dürftiger Zeit?" suchte er Ausblick auf "das Heile", "das Heilige", auf "das Göttliche" und hoffte auf die Wahrheit des Wortes: "Göttliches nähert den Gott". Dies tut er mit Geduld, ohne mehr zu sagen, als er sehen kann.

Die Gottesfrage hat im Denken Martin Heideggers von seinen Anfängen bis zu seinem Ende eine treibende Rolle gespielt. Nach den Vorüberlegungen Norbert Fischers, die das Vorfeld der geschichtlichen Situation umreißen, in der Heidegger die Gottesfrage bedenkt, gibt Friedrich-Wilhelm v. Herrmann einen grundlegenden Überblick über die drei Wegabschnitte der Gottesfrage im Schrifttum Heideggers:

1. Zur hermeneutischen Analytik des faktischen Lebens und der wahrhaften Idee der christlichen Philosophie,
2. Zur hermeneutischen Daseinsanalytik in der theologischen "Epoché",
3. Zum ereignisgeschichtlichen Da-Sein im Bezug zum "letzten Gott".

Die Betrachtung der einzelnen Stationen beginnt mit einem Beitrag von Costantino Esposito zum frühen Heidegger, der bekanntlich wichtige Impulse von der Theologie und der faktischen Religion erhalten hat. Günther Pöltner bezieht sich auf das Verhältnis von Phänomenologie und Theologie und stellt Heideggers Auffassung der Philosophie als 'Korrektion' der Theologie dar. Die Neuansätze Heideggers zum "letzten Gott" in den "Beiträgen zur Philosophie", die zum dritten Wegabschnitt gehören, kommen bei Paola-Ludovika Coriando einführend zur Sprache.

In den nachfolgenden Arbeiten werden Einzelaspekte untersucht: Johannes Brachtendorf wendet sich Heideggers Abhandlung Nietzsches "Wort 'Gott ist tot'" zu, Klaus Düsing betrachtet Heideggers Hölderlin-Auslegung und Heideggers Seinsgeschichte, Norbert Fischer macht die Rilke-Interpretation Heideggers zum Thema, und Rainer Thurnher bringt Heideggers Distanzierung von der metaphysisch geprägten Theologie und Gottesvorstellung in den Blick. Die Wirkung Heideggers auf die christliche Theologie, insbesondere auf die katholische Rezeption, stellt Albert Raffelt dar.