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Behemoth oder Das Lange Parlament


Herausgegeben von Peter Schröder
Philosophische Bibliothek 680. 2015. Behemoth or The Long Parliament. Übersetzt, mit einer Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Peter Schröder. LXVIII, 256 Seiten.
978-3-7873-2807-9. Kartoniert
EUR 26,90


Neuausgabe einer bedeutenden politischen Schrift Thomas Hobbes’, die vordergründig die Vorgeschichte und den Verlauf des englischen Bürgerkriegs behandelt, aber im engen Zusammenhang mit dem »Leviathan« (PhB 491) steht.


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Dem biblischen Seeungeheuer Leviathan, das in Hobbes gleichnamigem Hauptwerk für die Allmacht des absolutistischen Staates steht, stellt der Autor in dieser Schrift, die aufgrund eines königlichen Druckverbots erst posthum erscheinen konnte, das Landungeheuer Behemoth aus der jüdischen Mythologie gegenüber.

The Long Parliament bestand im Gegensatz zum Short Parliament, das nur 22 Tage, beginnend am 13. April 1640, tagte, offiziell von 1640 bis 1660. Dies ist die Periode, die Hobbes in seinem Behemoth behandelt. Während der Leviathan systematisch erarbeitet, welche Bedingungen für einen funktionierenden Staat erfüllt sein müssen, diskutiert der Behemoth die Gründe für den durch Aufruhr und Bürgerkrieg herbeigeführten Verfall des englischen Staates. Behemoth or the Long Parliament steht als Chiffre für Anarchie und Auflösung staatlicher Gewalt. Titel und Inhalt der Schrift scheinen das bewusst gewählte Gegenbild zum konstruktiven Staatsentwurf des Leviathan zu bilden, und in der Tat sind beide Werke in engem Zusammenhang zu lesen.

Der Behemoth ist in Dialogform verfasst. Hobbes geht es darum, die Gründe zu verstehen, die zur Auflösung des englischen Gemeinwesens geführt haben, aber er verfolgt auch Fragen nach einer erfolgreichen politischen Erziehung, die seiner Ansicht nach vom Souverän geleistet werden muss.
In seinem einleitenden Essay beleuchtet der Herausgeber neben der verwickelten Editionsgeschichte ausführlich den Gedankengang und den historischen und philosophischen Hintergrund dieses wichtigen Hobbes’schen Werks.
"In der ausführlichen Einleitung bietet der Herausgeber und Übersetzer des Textes Peter Schröder, eine sehr gelungene Erörterung der zentralen Aspekte, die mit ihm verbunden sind. Dazu gehört auch eine Diskussion der spezifischen Form dieses Textes. Denn es versteht sich keinesfalls von selbst, daß Hobbes für die Darstellung den Modus des Dialoges wählte, eine multifunktionale literarische Form, deren ganze Vielfalt weiterhin sorgfältig erforscht zu werden verdient, gerade weil wir es hier mit einem Bereich der Überlappung von Literarischem und Philosophischem zu tun haben. [...] So ist ein klarer und gut lesbarer Text entstanden."
Informationsmittel (IFB) : digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft, Till Kinzel, 05.12.2015
"Gelehrte Einleitung [...] gute Studienausgabe"
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Otfried Höffe, 12.01.2016

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